Betteln ist ein Menschenrecht

Caritas und Katholische Aktion Wien warnen vor „politischer Hetze“ gegen Bettler.

Wien. Vor einer aufkeimenden Bettler-Debatte in Wien hat die Caritas gewarnt. Zu jüngsten Meldungen, wonach künftig ver-
stärkt gegen bettelnde Menschen in der Bundeshauptstadt vorgegangen werden soll, erklärte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien: „Niemand stellt sich freiwillig für einen Teller Suppe oder zum Betteln auf die Straße. Diese Menschen in Not einmal mehr zu kriminalisieren wäre ein Schritt in die falsche Richtung.“ Schärfer noch die Reaktion der Katholischen Aktion (KA) der Erzdiözese Wien auf entsprechende Überlegungen des Wiener Sozialstadtrats Peter Hacker: „Betteln ist ein Menschenrecht – auch in Wien!“, betonte KA-Wien-Präsident Walter Rijs.„Betteln verstört, Betteln fordert heraus, Betteln bewegt“ und sei „die sichtbarste Form der Armut“, sagte Caritas-Generalsekretär Schwertner. kap

Foto: Bettelverbote ändern nichts an der Not der Menschen – im Gegenteil: Durch eine Kriminalisierung wird die Notsituation bettelnder Menschen aufgrund hoher Verwaltungsstrafen weiter verschärft.

Foto: RB/Archiv