Bewegte Erinnerungen

In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährten sich die grausamen Novemberpogrome gegen Juden zum 80. Mal. Aus diesem Grund versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen, aus Schule, Universität und Kunst in der Kollegienkirche zu einer interreligiösen Gemeinschaft, um der Erinnerung Raum zu geben.

Den Abend gestalteten unter anderem 14- bis 15-jährige Schüler und Schülerinnen des Musischen Gymnasiums, die sich angeleitet von Karin Weiß, Kathrin Pichler und Astrid Weger-Purkhart tänzerisch mit dem Thema Erinnern auseinander setzten. Als Basis für ihre Inszenierung nahmen sie das Kaddisch, ein jüdisches Lobpreisgebet, das auch zum Totengedenken gesprochen wird, sowie die Bilder des Grazer Künstlers Oskar Stocker, die im Hintergrund zu sehen sind. Außerdem tanzten die Schüler und Schülerinnen ihre persönlichen Erinnerungen. Diese haben sie auf Papier geschrieben, damit Steine verpackt und in der Kirche zu Boden gelegt. In der Szene, die man auf dem Bild sieht, stellen die Tänzer und Tänzerinnen den Bezug zwischen Himmel und Erde dar. Sie beziehen sich dabei auf eine Stelle des Vater Unser. 

Foto: RB/Erzdiözese Salzburg