Bitte für Christen in Verfolgung

Gedenken. In vielen österreichischen Pfarrgemeinden wird heuer bei den Karfreitags-Gottesdiensten eine zusätzliche Bitte für verfolgte Christen und alle Opfer von Gewalt und Terror in das traditionelle Große Fürbittgebet eingefügt.

Wien. Die Liturgische Kommission für Österreich hat den Text dieser elften Fürbitte aus aktuellem Anlass erarbeitet und zur Verwendung allen Diözesen vorgeschlagen. „In der Sorge um Menschen, die wegen ihres Glaubens und ihrer Überzeugung verfolgt und unterdrückt werden, und für alle Opfer von Gewalt und Terror lasst uns beten zum Gott und Vater aller Menschen“, heißt es in der Bitte, und: „Gott, (...) schau gnädig auf die Flüchtlinge, die Heimatvertriebenen, die Ausgestoßenen und die auseinandergerissenen Familien. Schenke ihnen Heimat und Geborgenheit wieder, uns aber gib ein Herz für alle Not Leidenden.“

Unter anderen haben der Wiener Erzbischof Kardinal Chris-toph Schönborn und der Salzburger Erzbischof Franz Lackner die zusätzliche Fürbitte für die Karfreitagsgottesdienste in ihren Diözesen ermöglicht. Das Einfügen einer zusätzlichen Bitte in die zehn Großen Fürbitten der Karfreitagsliturgie ist nicht üblich. Laut katholischem Messbuch kann der jeweilige Diöze-sanbischof aber „in einer schweren öffentlichen Notlage“ eine solche besondere Bitte zusätzlich gestatten oder anordnen.
kap

Für verfolgte Christen gibt es heuer eine eigene Karfreitagsfürbitte. Foto: isc