Corona macht's möglich

Bibel in Handschrift

St. Gallen. Als sich der „Corona-Lockdown“ ab-zeichnete, hatte Uwe Habenicht aus St. Gallen eine Idee: Er rief Menschen dazu auf, ein Kapitel der Bibel auszuwählen und es in ihrer Handschrift abzuschreiben – so wie das Mönche des berühmten Klosters in seiner Schweizer Heimatstadt früher taten. Der Gedanke, in einer Zeit von Isolation, Untätigkeit und Ungewissheit sich einer vermeintlich simplen Tätigkeit zu widmen, fand auf Anhieb Anklang. Inzwischen schreiben nicht nur Freiwillige in St. Gallen, Bern und Zürich, sondern auch in Österreich, Deutschland und den USA an der Corona-Bibel mit. „Einzige Bedingung ist, dass man von Hand schreiben kann“, sagt der reformierte Pfarrer und Initiator des Projekts, in dessen Team auch Mitarbeiter der katholischen St. Galler Citykirche sind. Bei dem Corona-Bibel-Projekt geht es „um Verlangsamung, Körperlichkeit und darum, in der neuen, außergewöhnlichen Situation zu einem neuen Rhythmus zu finden“, sagt Habenicht.

kap