Das Erbe der Vergangenheit

50.000 Besucherinnen und Besucher kamen vergangenes Wochenende zum Alpenregionstreffen der mehr als 10.000 Schützen aus Nord-, Ost- und Südtirol, dem Trentino und aus Bayern ins Zillertal. Erzbischof Franz Lackner feierte am Sonntag mit ihnen eine Feldmesse und zeigte sich beeindruckt: „Alles Lebendige stammt aus einer Herkunft und geht auf Zukunft hin“, sagte er in seiner Predigt.

Mayrhofen. Verbände wie die Schützen würden eine Tradition pflegen, deren Aufgabe es sei, gleichsam Mahnmal zu sein gegen das Vergessen und eine Erinnerung an all das, dem sich die Menschen verdankten. „Vieles in unserem Leben kommt aus unserer Herkunft, es ist ein Erbe, das wir empfangen haben und nicht unachtsam behandeln dürfen“, betonte der Erzbischof. Tradition sei ein lebendiger Organismus, der immer wieder neu Früchte zeitige.

Der Festumzug der Schützen aus Tirol, Südtirol, dem Trentino und Bayern dauerte rund zwei Stunden. Noch nie waren so viele Trachtler aus dem Alpenraum zusammengekommen. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Gattin Doris waren begeistert von der Farbenpracht der Vereine und Kompanien. Für Van der Bellen war das Alpenregionstreffen gerade in einem Jahr mit vielen Gedenktagen ein Symbol des Friedens, der Gemeinsamkeit und der Verständigung. wok

 

Bildtext: Die Schützen feierten mit Erzbischof Franz Lackner und Dekan Ignaz Steinwender (l.) eine Feldmesse. Foto: Tourismusverband Mayrhofen-Hippach/die Fotografen