„Dein Wort wird fehlen“

Abschied von Finanzkammerdirektor KR Josef Lidicky. Er leitete 20 Jahre die finanziellen Geschicke der Erzdiözese Salzburg. Bei einem Festakt in St. Virgil sagten Erzbischof Franz Lackner sowie Wegbegleiter, Mitarbeiter und Politiker danke.

Salzburg. „Deine Stimme, dein aufrichtiges und ehrliches Wort wird in unseren Gremien fehlen. Ein wenig verwaist bleiben wir zurück“, würdigte Erzbischof Franz Lackner den scheidenden Finanzkammerdirektor und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Erzdiözese. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik, Kultur und Wissenschaft waren zum Festakt für Lidicky nach St. Virgil gekommen: Weihbischof Hansjörg Hofer, Alterzbischof Alois Kothgasser, Bischof Klaus Küng, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl, Bürgermeister Harald Preuner, der ehemalige Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa und Universitätsrektor Heinrich Schmidinger. 

Ehrenbecher des Landes Salzburg

Die Bezahlung der Priester und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für viele Bildungs- und pädagogische Einrichtungen und die Erhaltung von rund 700 Immobilien – darunter 350 zumeist denkmalgeschützte Kirchen, Kapellen und 220 Pfarrhöfe – zählen zu den Hauptaufgaben der Finanzkammer. „Einer, der hier seit zwei Jahrzehnten die Fäden kunstvoll zusammenhält, ist Josef Lidicky. Dafür gebührt ihm unser Dank“, reihte sich Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf in die Reihe der Gratulantinnen und Gratulanten ein und überreichte ihm den Ehrenbecher des Landes Salzburg.

Gegenseitiges Vertrauen hat getragen 

In seiner Festrede bedankte sich Lidicky bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gemeinsame Zeit. „Das gegenseitige Vertrauen hat uns getragen, die Arbeit oft gefordert, die Verantwortung gefördert. Es war schön mit euch, tausend Dank dafür.“ Er verneige sich in großer Dankbarkeit vor der Geschichte der Erzdiözese, vor der pulsierenden Stadt Salzburg und der Geisteskraft so vieler Menschen, die an dieser Kirche und unserer Heimat mitgebaut haben. „Ich wünsche dieser Kirche Gottes Segen.“

Als erster Laie im Konsistorium

Josef Lidicky wurde 1956 in Taxenbach geboren. Nach der Matura am erzbischöflichen Privatgymnasium Borromäum arbeitete er zunächst beim Raiffeisenverband, bevor er 1978 seinen Dienst als Pfarrverwalter in der Erzdiözese Salzburg begann. 20 Jahre später ernannte ihn der damalige Erzbischof Georg Eder zum Finanzkammerdirektor. Josef Lidicky war erster Laie im Konsistorium, dem erzbischöflichen Beratungsgremium. Darüber hinaus war er beratendes Mitglied der Finanzkommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Neben seiner Aufgabe als Finanzkammerdirektor engagierte sich Lidicky auch ehrenamtlich in seiner Wohnpfarre Anif bei Salzburg. 2016 erhielt er das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg. Josef Lidicky ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Mit 1. Juli übergab Lidicky die Agenden des Finanzkammerdirektors an seinen Nachfolger, den ehemaligen Bischofssekretär und promovierten Juristen Cornelius Inama.

Foto (eds): Josef Lidicky mit Ehefrau Elisabeth sowie Peter Schipka, Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Weihbischof Hansjörg Hofer, Erzbischof Franz Lackner, em. Erzbischof Alois Kothgasser und Bischof Klaus Küng beim „Abschiedsfestakt“ in  St. Virgil.

Übergabe: Josef Lidicky mit seinem Nachfolger als Finanzkammerdirektor der Erzdiözese Salzburg, Cornelius Inama (l.).