Der Einsatz lohnt sich

Wasser, Landwirtschaft, Bildung, Gesundheit – Hilfe zur Selbsthilfe, das sind die Grundpfeiler der jahrzehntelangen Entwicklungszusammenarbeit mit FIDE – Friends in Development unter der Leitung von Senkondo Mgalla. Die Straßwalchner Gruppe „Helfen durch Teilen“ besuchte kürzlich den Projektpartner in Tansania und wurde in ihrer Arbeit bestärkt.

Straßwalchen/Arusha. Was in den vergangenen Jahren mit Unterstützung aus Straßwalchen bewirkt wurde, davon konnte sich kürzlich eine siebenköpfige Gruppe unter Leitung von Anna und Franz Weinberger vor Ort überzeugen. Bis in die kleinsten und entlegensten Bergdörfer ging die Reise, begleitet von FIDE-Mitarbeitern, örtlichen Vertretern, die mit Stolz über ihre Arbeit berichteten.


Angesetzt wird dort, wo der Mangel am größten ist und die Menschen im Dorf und der Umgebung einen Nutzen finden. So wurden Wasserbecken und Leitungen gebaut, die sauberes Wasser für die Bewohner sichern und die Trockenheit auch in der Landwirtschaft überbrücken helfen,  Biogasanlagen für die häuslichen Kochstellen errichtet, mit Bio-Landbau die Produktion landwirtschaftlicher Produkte verbessert. Bildung durch Förderung von Schulen (Schulgeld, Uniformen, Verpflegung)  ist ein weiteres Anliegen. Mit einfachen Unterrichtsmethoden, aber hoher Motivation der LehrerInnen und SchülerInnen zeigt sich auch hier, dass mit wenig Unterstützung existenzielle Grundlagen für eine bessere Zukunft geschaffen werden können.   


Touristische Nutzung schafft Arbeit


Die zweiwöchige Reise führte auch drei Tage in das Maasaigebiet mit Übernachtung in der Maasai Lodge. Diese touristische Nutzung wurde durch europäische Förderprogramme ermöglicht und wird nun, nach dem Aufbau von einem international anerkannten Koch und Manager, von Maasai geführt. Es gehört zu einem besonderen Projekt, das von der Wienerin Dr. Christine Wallner initiiert wurde und die Gruppe tief beeindruckte: Eine Krankenstation in der täglich dreihundert PatientInnen behandelt werden, daneben eine Schule und eine Schneiderei für Frauen und ein Waisenhaus.


Österreichische Rosenfarm


Auch unter österreichischer Führung steht die „ fair-trade“-Rosenfarm von Herwig Tretter. 1.000 Menschen finden dort Arbeit unter sozialen Arbeitsbedingungen. Vertrieben werden die Rosen auch in Österreich, hauptsächlich über Rewe (Billa, Merkur). Unterstützt wurde die Reise von Hertha Schwaighofer vom Tansania-Zentrum und Mganga-Reisen. Ihr Netzwerk zu den sozialen Projekten und Engagement für die Menschen wird die Zusammenarbeit zwischen Salzburg und Arusha verstärken. Die Reise zeigte, welches Potenzial in den Menschen steckt, wenn die Mittel und die Begleitung gesichert sind. Infos unter: www.hdt.or.at

 

Bildtext: Der Wasserbehälter sichert die Wasserversorgung eines ganzen Dorfes. Foto: Wintersteller