Dommusik erfreute Italiener

1.200 Zuhörer kamen, als die Salzburger Dommusik in Verona Mozarts Krönungsmesse KV 317 erklingen ließ.

Verona/Salzburg. Zum 45-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft der Kulturstädte Salzburg und Verona war der Salzburger Domchor vor kurzem zur Konzertreise in die Stadt an der Etsch eingeladen. Drei der 1973 Musizierenden waren auch diesmal wieder mit dabei. Damals wurden in der San Zeno Basilika die Große c-Moll-Messe von Mozart und im Teatro filarmonico die Davidde penitente von Mozart im Beisein von Salzburgs Bürgermeister Heinrich Salfenauer aufgeführt.

Die Kirche Sant‘Anastasia inmitten der Veroneser Altstadt erfüllten diesmal österliche marianische Motetten, die Krönungsmesse stand im Mittelpunkt. Das Veroneser Publikum bekam im größten gotischen Gotteshaus der Stadt auch das selten aufgeführte „Sub tuum praesidium“ mit einem Doppel-Sopransolo zu hören. „Es war ein schöner Erfolg“, resümiert Domkapellmeister Janos Czifra. „Unsere Aufgabe ist eigentlich die Gottesdienst-Gestaltung“, erklärt er. Deshalb wurde am Tag nach dem Konzert in der Basilika San Zeno Maggiore, die bei vielen als das schönste romanische Kirchenbauwerk Oberitaliens gilt, von den 50 Sängerinnen und Sängern sowie 18 Musikern der Sonntagsgottesdienst mit Mozarts Credo-Messe umrahmt. „Die Rückmeldungen von bewegten Besuchern waren überschwänglich“, berichtet die Salzburgerin Margot Mesciari-Kapfenberger, auf deren Initiative der Besuch in Verona zurückgeht. 

Anschließend waren die Salzburger Künstler zum Empfang bei Bürgermeister Federico Sboarina zu Gast, wo sie zum Auftritt in der weltberühmten Arena di Verona eingeladen wurden. Die Akustik im antiken Amphitheater hat der Domchor beim anschließenden Chorausflug bereits getestet. Jährlich steht ein längerer Ausflug am Programm: „Bei den Proben abends ist es stressig, nach den Gottesdiensten bleibt auch wenig Zeit. Deshalb ist der Chorausflug wichtig, um die Gemeinschaft zu pflegen“, so Czifra. jup

 

Bildtext: Das Konzert der Salzburger Dommusik fand in der Kirche Sant‘Anastasia statt. Fotos: Dommusik