Doppeltes Jubiläum

Benefiz-Suppenessen in der Salzburger Erzabtei St. Peter.

Das Erfolgsrezept des Familienfasttages schreiben seit 60 Jahren die kfb-Frauen. „Sie kochen unermüdlich Fastensuppen in ihren Pfarren. Sie sind unser Schatz“, betonte Evi Oberhauser. Die stv. Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Öster-
reich bedankte sich auch bei der prominentesten Köchin im Land. Bereits seit 20 Jahren unterstützt Johanna Maier die Spendenaktion und schwingt für das Benefiz-Suppenessen in der Stadt Salzburg den Kochlöffel. Die Anfänge fanden im Freien statt. „Beim allerers-
ten Mal mussten wir  Schnee wegschaufeln, bevor wir unseren Stand am Alten Markt aufbauen konnten“, erinnerte sich „kfb-Urgestein“ Luise Rupert. Wie schon in den vergangenen Jahren ging das „Suppenevent“ heuer wieder im Warmen über die Bühne. Im Romanischen Saal des Stiftes St. Peter  ließen sich zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Wirtschaft die Fischsuppe von Haubenköchin Johanna Maier oder die Krautsuppe der Landesberufsschule Obertrum schmecken. Weihbischof Hansjörg Hofer bedankte sich für das Engagement der Frauen: „Wenn sich viele für ein Ziel einsetzen, kommt etwas sehr Positives dabei heraus. Genau das zeigt uns der Familienfasttag seit 60 Jahren.“ Die Vorsitzende der kfb in  der Erzdiözese Salzburg, Roswitha Hörl-Gaßner, begrüßte mit Ana-Maria Berrio Ramirez einen Gast aus dem heurigen Schwerpunktland Kolumbien. Die kfb-Partnerorganisation „Vamos Mujer“ macht sich in Kolumbien für den Frieden und ein gewaltfreies Leben für Frauen stark. „Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Es braucht einen respektvollen Umgang miteinander sowie eine gerechte Verteilung von Chancen und Mitteln, damit das gute Leben für alle möglich ist. Stärken wir einander auf unseren Wegen“, erklärte Hörl-Gaßner.    

Foto (kfb/Kolarik): Johanna Maier, Weihbischof Hansjörg Hofer, Ana-Maria Berrio Ramirez von „Vamos Mujer“ aus Kolumbien, kfb-Vorsitzende Roswitha Hörl-Gaßner und Didi Maier beim Jubiläums-Benefizsuppenessen in St. Peter.     

Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung wurde 1958 zur Bekämpfung des Hungers in der Welt gegründet. Ausgangspunkt des Engagements außerhalb von Landes- und Kontinentalgrenzen war die Spaltung Koreas und die Situation der Flüchtlinge in Südkorea. Heute bringen die kfb-Frauen mit der Aktion jährlich rund 2,4 Millionen Euro auf und unterstützen mehr als 100 Frauen-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Schwerpunktland heuer ist Kolumbien.

∗ Mehr Infos zur Aktion Familienfasttag unter www.teilen.at

∗ Die Fastensuppenessen sind inzwischen zu einem Markenzeichen des Familienfasttags geworden. Die Pfarrtermine finden Sie auf Seite 21. Tradition hat auch schon das Benefiz-Suppenessen beim Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser: Freitag, 16. März, 19.00 Uhr.