Ein gesundes Kind ist das größte Glück

Geburtshilfe in der Buschambulanz. Das war 2009 noch ein Wunsch der Frauen. Jetzt ist die Geburtenstation in Malambo, einem kleinen Dorf in einem der ärmsten Distrikte Malawis, endlich Realität – dank SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung.

Malambo. Vergangene Woche war hoher Besuch in Malambo angesagt:  der Generalvikar der Diözese Feldkirch, Rudolf Bischof, und der Erzbischof von Liliongwe, Tarcisius Gervazio Ziyaye, weihten die Geburtenstation und Mutter-Kind-Klinik in Malambo ein.  

Betreuung für Mütter und Kinder

Joana Chimwemwe sitzt im kleinen Hof ihrer Hütte und schützt den neugeborenen kleinen Hestings vor der strahlenden Sonne. Joana ist glücklich, dass ihr drittes Kind gesund auf die Welt gekommen ist. Das ist in Malawi, einem kleinen Land im südöstlichen Afrika keine Selbstverständlichkeit. „Mit dem Fertigbau der neuen Station in Malambo können Frauen ihre Kinder im Dorf zur Welt bringen. Wir erwarten zwischen 300 und 400 Geburten im Jahr“, erklärt Wolfgang Heindl, Projektreferent von SEI SO FREI der Erzdiözese Salzburg. 

Erfahrene Hebammen und medizinisches Personal helfen den Frauen, die nicht nur aus Malambo, sondern von weit her zur Geburt kommen. Die Mutter-Kind-Klinik ist ein gro-ßer Fortschritt, denn von 100 Geburten in Malawi kann nur die Hälfte medizinisch betreut werden. Malawi ist unter den 25 Ländern mit der höchsten Müttersterblichkeit weltweit. Die Teresian Sisters und SEI SO FREI sahen diesem Elend nicht ohnmächtig zu. Sie setzten Taten, die Spenden aus Österreich möglich machten. So konnten seit 2009 unzählige Leben gerettet werden. Mütter wurden per Krankentransport bei Komplikationen zur Buschambulanz in Malambo gebracht. Dort steht ihnen eine Hebamme während der Geburt zur Seite. 

Die neue Geburtenstation bei der Busch-ambulanz macht in Zukunft einen noch besseren Start ins Leben für die Babys und eine liebevolle Begleitung der Mütter möglich. So wurden Räume und Betten für die stationäre Vor- und Nachbetreuung eingerichtet. Frauen können schon während der Schwangerschaft zur Kontrolle und Beratung kommen. 

Hintergrund

Es ist eine schöne Tradition, Müttern zum Muttertag eine Freude zu bereiten. Ein nettes Gedicht, ein kleines Geschenk, sich von den Lieben verwöhnen lassen. Am Muttertag steht die Mutter im Mittelpunkt. Bei uns in Österreich genauso wie in vielen Ländern weltweit. Ich möchte Sie an diesem besonderen Tag einladen, die Freude mit anderen zu teilen, sie dadurch zu einer doppelten Freude werden zu lassen. Zu einer Freude, die über Grenzen hinweg Mütter und ihre Neugeborenen in einer Region im afrikanischen Malawi erreicht.

Die Eröffnung der Geburtenstation in Malambo war ein Fest. SEI SO FREI und die Teresian Sisters haben hier eine Buschambulanz aufgebaut. Die österreichische Hilfsorganisation und die afrikanischen Schwestern verbindet dasselbe Charisma: Befreiung aus Armut, hin zu einem gelingendem Leben. Zu oft bedeutet das im ländlichen Afrika zuerst einmal: Überleben. Die Geburtenstation ist ein wichtiger Beitrag dazu. Sie stellt die Kleinsten und Verwundbarsten in den Mittelpunkt. Hebammen ermöglichen den Babys einen guten Start ins Leben und bekämpfen die Müttersterblichkeit. 

Mit Ihrer Spende können Sie den Müttern in Malambo zum Muttertag ein Geschenk der Nächstenliebe machen: Sie tragen zu einer guten Be-treuung vor und nach der Geburt bei und unterstützen damit das größte Wunder überhaupt: Leben schenken.

Wolfgang K. Heindl, Projektreferent SEI SO FREI Salzburg

TIPP:  Beachten Sie bitte den Zahlschein von SEI SO FREI in dieser Rupertusblatt-Ausgabe. Mit Ihrer Spende schenken Sie Hilfe und Betreuung, die zum Leben befreit.

Foto (Cordero/SEI SO FREI): Die Buschambulanz und die neue Geburtenstation in Malambo retten täglich Leben. Spenden aus Österreich haben diese wichtigen Gesundheitshäuser möglich gemacht.