Thema im Gespräch

„Das Land Syrien liegt am Boden“

St. Veit. „Syrien war ein Land, in dem friedliches Zusammenleben verschiedener Religions- und Volksgruppen möglich war“, erzählte Nahostexperte Stefan Maier bei der diözesanen Tagung zur Flüchtlingshilfe in St. Veit. „Der Krieg hat das Land völlig zerstört, es liegt am Boden.“ Vom einst „größten Aufnahmeland von Flüchtlingen“ habe sich Syrien zum „größten Herkunftsland“ entwickelt. Die Situation in den Nachbarländern erachtet Maier, der die Auslandshilfe der Caritas Salzburg leitet, als besonders problematisch. In den provisorischen Lagern, wo Kinder nicht zur Schule gehen können, bestehe die „enorm große Gefahr einer heranwachsenden verlorenen Generation“. Die Perspektivlosigkeit sei „idealer Nährboden für Gewalt, Fanatismus und Terrorismus“. Maier weiter: „Im Libanon, einem Land kleiner als Tirol, sind 1.069.000 Flüchtlinge registriert; im Vergleich: 1,5 Millionen kamen nach ganz Europa.“

Nahostexperte Stefan Maier, der die Auslandshilfe der Caritas Salzburg leitet, appellierte bei der diözesanen Tagung zur Flüchtlingshilfe zur „dringenden internationalen Hilfe vor Ort“.