Ein Zeichen, das Mut macht

Reformation. Mit seinem Besuch beim Treffen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Schweden hat Papst Franziskus ein wichtiges Zeichen für die Ökumene gesetzt.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche kam am Montag in das südschwedische Lund, um bei einem ökumenischen Gottesdienst den Auftakt zum 500-jährigen Reformationsjubiläum zu feiern. Am Flughafen in Malmö wurde der Papst von Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven, sowie der Erzbischöfin der Lutherischen Kirche Schwedens, Antje Jackelen (im Bild), begrüßt. „Das ist eine wichtige Reise, weil es eine kirchliche Reise ist, kirchlich im Sinne der Ökumene“, sagte der Papst auf dem Flug nach Schweden.

Es war der erste Aufenthalt eines Papstes in diesem skandinavischen Land seit 1989. Damals hatte Johannes Paul II. Stockholm besucht. In Schweden leben rund 113.000 Katholiken. Das sind etwa 1,1 Prozent. Die 44 Pfarren des Bistums Stockholm erstrecken sich über ganz Schweden, an der Spitze steht Bischof Anders Arborelius. Im Land gibt es in etwa so viele Muslime wie Katholiken. Die Mehrheit der Schweden sind aber Protestanten, etwa 64 Prozent gehören der „Schwedischen Kirche“ (Svenska Kyrkan) an.

Foto: Osservatore Romano/KNA

 

 

Papst Franziskus wird bei seiner Ankunft in Malmö von Antje Jackelen, Erzbischöfin der Lutherischen Kirche Schwedens, begrüßt, am 31. Oktober 2016.