Eine Kirche, die Heimat schafft

Eine Kirche, die nicht nur Kirche ist: „Neben der Pastoral schaffen wir Angebote zur Versöhnung und Arbeitsplätze“, sagt Franjo Komarica, Bischof der bosnischen Diözese Banja Luka.

„Das braucht es, um die Katholiken hier zu halten.“ Die Kirche sorge dafür, dass Rückkehrer im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas eine Lebensgrundlage finden – für Katholiken, die bei der Jobvergabe häufig übergangen werden, sei sie in der Region der wichtigste Arbeitgeber.
Am Aufbau nach dem Bosnienkrieg war auch „Bauern helfen Bauern“ maßgeblich beteiligt: Die NGO baute Häuser, verteilte das Notwendigste, brachte Tiere. Vor einem Rehabilitationszentrum für Drogensüchtige, das die Hilfsorganisation mitfinanziert hat, grasen heute noch einige dieser Kühe.
Nur wenige hundert Meter entfernt liegt die bischöfliche Farm: In zwei großen Ställen sind die Kühe und Ochsen untergebracht, daneben die Käserei der Trappisten. Hier erlernen auch Bauern aus der Umgebung das Käserhandwerk – im Bild Hans Edtinger von „Bauern helfen Bauern“ bei einem Besuch.
Dazu betreibt die Diözese Schulen und ein Altenheim. Sie sind auch bei Anhängern anderer Religionen beliebt – ein wichtiger Schritt zur Versöhnung. „Wir leisten hier Pionierarbeit“, ist Bischof Franjo überzeugt. 

Lesen Sie mehr