Eine unvergessliche Zeit

Das Ziviljahr im Ausland absolvieren und dabei eine fremde Kultur kennen lernen. Valentin Blender aus Salzburg hat diese Erfahrung gemacht. Und ist mit einem Koffer an Erinnerungen zurückgekehrt.

 

 

 

Salzburg/Ziway. „Ein Jahr ist ganz schön lange“, dachte sich Valentin Blender. Der 20-jährige Student machte sein Ziviles Jahr im Ausland. Als Lehrer durfte er in Äthiopien in der Stadt Ziway tätig sein. „Es gefiel mir aber so gut, dass es im Nu verflog.“ Aber nicht nur das Lehren der englischen Sprache beschäftigte ihn in der Zeit in Afrika. „Ich liebe Fußball und habe dann gleich eine Mannschaft zusammengetrommelt.“ Zudem war er zweimal  pro Woche in einer Nachmittagsbetreuung, diese Treffen nannten sie Oratorien. „Ich habe mich den Kindern gewidmet, mit ihnen gespielt und deren Freude und Dankbarkeit als Geschenk erhalten“, schwelgt er in Erinnerungen. Seinen Aufenthalt begann er im August 2016. „Entstanden ist die Idee als mein Zwillingsbruder und ich uns überlegten, was wir nach dem Gymnasium machen könnten. Die Möglichkeit ins Ausland zu reisen, reizte uns beide. Mein Bruder ging nach Ghana.“ Für Valentin Blender war sofort klar, dass es Äthiopien wird. „Ganz einfach deshalb, weil ich Filme sah, die dort spielten und ich mich in die Landschaft verliebte. Vor allem wollte ich schon immer mal länger weg.“Wenn er in Ziway unterwegs gewesen ist, fiel er aufgrund seiner Hautfarbe auf. „Nicht nur auf der Straße ging es mir so. In der Nachmittagsbetreuung, war ich fast eine Attraktion. Weil es für die Kinder so besonders war, dass jemand mit ihnen spielt“, denkt er gerne zurück.

Die Zeit davor 

Volontariat bewegt ist eine Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos. Diese Möglichkeit nutzten die Brüder. In Vorbereitungswochenenden, die in Innsbruck waren, hat der 20-Jährige gelernt, wie der Aufenthalt in etwa ausschauen wird. Dass er als Lehrer tätig sein darf. „Aber in die Aufgabe bin ich dann vor Ort hineingewachsen.“ Er unterrichtete Englisch. Von der ersten Volksschule bis zum 6. Gymnasium. Umgekehrt lernte der junge Mann auch die Amharische Sprache kennen. „Meistens habe ich die Sprache mit Englisch gemixt, aber ich konnte mich verständigen.“ Vor Ort war Valentin mit einem weiteren Österreicher untergebracht. Sein Chef war  Italiener und bei ihnen wohnte auch eine Spanierin.  Bildunterschrift: Valentin Blender mit einem seiner Schüler. Er verbrachte 12 Monate in Äthiopien und lebte dort im Ort Ziway. Nicht nur als Lehrer war er tätig, er spielte mit den Jugendlichen gerne Fußball und unterstützte sie bei der Gestaltung der Nachmittage. Foto: Blender