Einsatz für und mit den Frauen

Abschied. Roswitha Hörl-Gaßner aus Saalfelden stand als Vorsitzende seit April 2013 an der Spitze der Katholischen Frauenbewegung (kfb) in der Erzdiözese Salzburg. Jetzt scheidet sie aus dem Vorstand aus – nicht ohne auf Gelungenes zurückzuschauen und einen Wunsch für die Zukunft der kfb zu formulieren. 

Salzburg/Tirol. „Es war mir wichtig, für die Frauen und mit ihnen etwas zu bewegen und dafür einzutreten, dass ihr Einsatz nach außen hin sichtbar ist. Als Vorsitzende haben sich für mich dafür Räume geöffnet – sei es bei diversen Sitzungen oder Gesprächen mit Priestern oder Politiker-Innen“, erklärt Hörl-Gaßner, der es immer wichtig war, die Frauen vor den Vorhang zu holen. „Eine Mitgliedererhebung hat ergeben, dass sich fast 10.000 in der kfb ehrenamtlich einbringen. Ihre Arbeit ist etwas sehr Wertvolles, sie ist eine tragende Säule der Kirche.“ 

Frauen zu ermutigen, ihre eigene Spiritualität zu leben, Neues auszuprobieren und Themen wie „Geschlechtergerechtigkeit“ hat die Pinzgauerin in ihren Amtsjahren ebenfalls groß geschrieben. Stets im Blick hatte sie die „Regionalisierung“ und so hat die eine oder andere diözesane Veranstaltung nicht in der Stadt Salzburg stattgefunden, sondern auf einem Bauernhof in Mittersill oder in der Wörgler Filz. 

Wie Hörl-Gaßner unterstreicht, ist das Ausscheiden aus dem Vorstand nicht das Ende ihrer kfb-Ge-schichte. „Ich bleibe weiter ,gestaltende Kraft‘ und ,Anwältin der Frauen‘ in Kirche und Gesellschaft. In Saalfelden bin ich Gruppenleiterin. Wir feiern nächstes Jahr 60 Jahre kfb in Saalfelden.“ Die Zukunft der Katholischen Frauenbewegung ist ihr ein Herzensanliegen:  „Ich wünsche der kfb, dass sie die Themen aufgreift, die die Bedürfnisse der Menschen treffen und so das Reich Gottes auf Erden spürbar wird. Ich wünsche der kfb, dass sich Frauen, junge wie ältere, weiter begeistern lassen und zu einer lebendigen Kirche beitragen.“

Gutes Gespür für die Frauen

„Wir  schätzten ihr großes Engagement sowie ihren kritischen Geist sehr. Sie hat ein besonderes  Gespür für die Frauen. Sie hinterlässt ihre ganz eigenen Spuren in der kfb“, bedankt sich Diözesanreferentin Friederike Flesch im Namen des ehrenamtlichen Vorstandes und des hauptamtlichen Teams bei Roswitha Hörl-Gaßner. „Liebe Roswitha, für deine berufliche und private Zukunft alles Gute.“