EM-Serie

Fußball zeigt es vor

 

Gemeinsam. Fußballspiele sind hervorragende Möglichkeiten, um Menschen zusammenzubringen und sozialen Wandel in der Gesellschaft zu erreichen.

 

Julia Wadl

Randalierende Hooligans sind eine Begleiterscheinung der EM. Die Profis zum Vorbild nehmend kann gerade Fußball zur Völkerverständigung beitragen. Israel zeigt es vor: Das „Team of Equals“ (Team auf Augenhöhe) ist eine neue jüdisch-arabische Fußballmannschaft, in der jüdische Kinder aus Westjerusalem zusammen mit arabischen Kindern aus Ostjerusalem spielen. Dabei können die Gräben und Feindschaften zwischen ihnen überwunden und ein Zusammenleben in der Stadt gefördert werden. Sport zeigt, wie es gehen kann und dient als Vorbild für Toleranz und eine geeinte Gesellschaft. Das Projekt „Kick It Out Israel“ ist eine Partnerschaft zwischen dem Israelischen Fußballverband und dem New Israel Fund, der sich für religiösen Pluralismus und Bürgerrechte in Israel einsetzt.

Fußballfans ist es sicher schon aufgefallen: Die UEFA-Kampagne „No to racism“ (Nein zu Rassismus) zeigt sich in vielfacher Form bei den EM-Spielen, etwa dem Werbespot vor dem Anpfiff. Die  UEFA arbeitet in Sachen Diskriminierung mit dem FARE-Netzwerk zusammen. Zur Integration von Flüchtlingen hat FARE eine Liste mit Fußballvereinen zusammengestellt, etwa die youngCaritas Käfig League in Wien. 6- bis 14-Jährige werden bei dem interkulturellen Straßenfußballprojekt in Wiener Fußballkäfigen betreut. Die kulturellen, religiösen und sprachlichen Hintergründe der Kinder aufgreifend werden damit die Integration gefördert und gesellschaftliche Werte wie Respekt und Toleranz für ein friedliches Miteinander vermittelt.

 Die EM-Gedanken von Pfarrer Rudi Weberndorfer lesen Sie im aktuellen Rupertusblatt!