EM-Serie

Tu dir etwas Gutes 

War Sport zuvor eher verpönt, steht nach dem II. Vatikanischen Konzil für die Kirche fest, dass Sport die körperliche und geistige Gesundheit fördert.


Julia Wadl

Salzburg. In „Gaudium et spes“ heißt es: „Die Freizeit soll nun sinnvoll zur Entspannung und zur Kräftigung der geistigen und körperlichen Gesundheit verwendet werden: (...), durch den Sport mit seinen Veranstaltungen, der zum psychischen Gleichgewicht des Einzelnen und der Gesellschaft sowie zur Anknüpfung brüderlicher Beziehungen zwischen Menschen aller Lebensverhältnisse, Nationen oder Rassen beiträgt.“ Und außerdem sollen „die Christen sich also an den kollektiven Veranstaltungen und Aktionen im kulturellen Bereich beteiligen, die unserer Zeit eigentümlich sind, damit sie mit humanem und christlichem Geist durchdrungen werden“. (Artikel 61)

Mit knapp 600.000 aktiven Fußballspielerinnen und Fußballspielern – der Frauenanteil beträgt zwei Prozent – und mehr als 2.200 Vereinen österreichweit liegt Fußball im Vereinssport klar an der Spitze. Das Spiel mit dem Ball ist ein ausgezeichnetes Herz-Kreislauf-Training. Besonders im Kindes- und Jugendalter werden wichtige körperliche Grundlagen für später gelegt. Doch Vorsicht: Den vielen positiven Wirkungen steht das hohe Verletzungsrisiko vor allem bei Freizeitsportlern gegenüber. Gezieltes Training, gute Fitness und Aufwärmen vor dem Spiel verringern das Verletzungsrisiko.

Trotzdem: Die Menschen bewegen sich immer weniger, doch die positiven Effekte sind nicht von der Hand zu weisen. Regelmäßige Bewegung verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, fördert die Gesundheit von Muskeln und Knochen und hat positive Auswirkungen auf die Psyche: Das Risiko, an Depressionen zu erkranken, sinkt und das psychische Wohlbefinden steigt. Also lassen wir uns doch von den Profispielern bei der EM zu mehr Bewegung inspirieren, denn wie sagte schon die hl. Teresa von Avila: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele gerne darin wohnt.“

Foto: Das Jungscharteam, Priesterseminarist Andreas  Holzner und zwölf Flüchtlinge – Bewohner des Christkönigkollegs und des Priesterseminars – verfolgten beim Public Viewing im Volksgarten das erste EM-Spiel der Österreicher. Trotz Wetter und Spielverlauf war die Stimmung ausgezeichnet und die rot-weiß-rot geschminkte „internationale Fangemeinde“ machte kräftig Stimmung für unser Team. Foto: Jungschar