Engagement von Frauen für Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März stellt sich die Diözesane Frauenkommission der Erzdiözese Salzburg vor.

 

 

Salzburg. Die Diözesane Frauenkommission ist ein Beratungsgremium für den Erzbischof und das Konsistorium, um die Vertretung der Interessen der Frauen an der Teilnahme an innerkirchlichen Meinungs- und Entscheidungsprozessen sowie der Förderung von Frauen im Bereich der Erzdiözese Salzburg zu ermöglichen. 15 Frauen aus allen Arbeitsbereichen der Erzdiözese beziehungsweise der Pfarren, sowie aus den Ordensgemeinschaften sind in der Diözesanen Frauenkommission ausschließlich ehrenamtlich tätig. Alle vier Jahre wird die Kommission neu bestellt und Vorsitzende und Vorstand gewählt. Imma Lammer ist in der Sitzung Ende Februar als Vorsitzende bestätigt worden. Jede Berufsgruppe sowie die Katholische Frauenbewegung beziehungsweise eine Vertreterin der Pfarrgemeinderätinnen entsendet ein oder zwei Frauen in dieses Beratungsgremium. In der zu Ende gegangenen Funktionsperiode lag ein Schwerpunkt der Kommission in der Wahrnehmung der Entlohnung von Frauen in der Erzdiözese. Dafür wurden statistische Erhebungen durchgeführt, die deutlich aufgezeigt haben, dass auch im Betrieb Kirche ähnliche Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern herrschen wie in anderen Betrieben. Es wurde dabei festgestellt, dass auch in der katholischen Kirche die meis-ten Teilzeitstellen mit Frauen besetzt sind, was zu einem Gendergap führt, vor allem, wenn in Richtung Pension gedacht wird.

Dazu kamen in einem korrespondierenden Interviewprojekt des Internationalen Forschungszentrums – ifz – Frauen zu Wort, die ihre Arbeitssituation schilderten. Dabei wurden Vorteile der kirchlichen Erwerbsarbeit ebenso benannt wie bestehende Probleme. Diese Studie wird in Kürze auf der Homepage der Diözesanen Frauenkommission abrufbar sein.

Mit der konstituierenden Sitzung hat sich die Frauenkommission vor kurzem vorgenommen, sich in ihrer Arbeit verstärkt der in der Studie genannten Punkte zu widmen und hier vor allem mit dem Gremium für Gleichstellungsfragen zusammenzuarbeiten. Außerdem ist ihr ein Anliegen, mit Priestern und Diakonen zu den von Frauen herangetragenen Themen hinsichtlich Kommunikation und Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen. Ein weiteres Ziel der Kommissionsarbeit ist die Förderung und Ermächtigung vor allem junger Frauen für Leitungsfunktionen in der Erzdiözese.

 

Foto: Die Diözesane Frauenkommission tagte in einer Sitzung zu den Themen der nächsten vier Jahre.

Foto: RB/ihi