Erzbischof und Märtyrer fürs Volk

Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador, wird am Sonntag, gemeinsam mit sechs Frauen und Männern, von Papst Franziskus zur Ehre der Altäre erhoben.

Er trat für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land ein und stellte sich damit in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. Er gilt als einer der prominentesten Verfechter der Befreiungstheologie; jahrzehntelang war er deshalb eine Art Ikone linker Gruppen. Romero wurde am 24. März 1980 während einer von ihm in einer Krankenhauskapelle in San Salvador zelebrierten Messe von einem durch die Fuerza Armada de El Salvador mit dem Mord beauftragten Soldaten erschossen. Sein Tod markierte den Beginn des Bürgerkriegs in El Salvador. Mittlerweile bemüht sich die Kirche, Romero von allen Instrumentalisierungen zu befreien und wieder ins Kirchliche heimzuholen: „Romero war vor allem Priester – er starb nicht umsonst am Altar; er war ein politischer Prophet, weil er auf den Heiligen Geist hörte“, lautet die kirchliche Devise. „Er hat sein Leben für sein Volk gegeben.“

Salvadorans expressed hope that a federal judge's ruling against a retired Salvadoran military officer in the assassination of Archbishop Oscar Romero will promote reconciliation and justice in their homeland. Archbishop Romero is pictured in an undated file photo.(CNS photo by Octavio Duran) (Sept. 8, 2004) See ROMERO-TRIAL Sept. 7, 2004, and ROMERO-RECONCILE Sept. 8, 2004.