„Es würde der Kirche gut tun“

Papst Franziskus will die Zulassung von Frauen zum Diakonenamt profund prüfen lassen. 

Vatikanstadt. Bei der Audienz für 900 in Rom tagende Ordens-oberinnen aus aller Welt trugen diese die Frage nach dem Zugang zum Ständigen Diakonat an den Papst heran. „Soll man eine offizielle Kommission konstituieren, die diese Frage studiert?“, fragte sich der Papst selbst. Und antwortete: „Ich glaube, ja. Es würde der Kirche gut tun, diesen Punkt zu klären.“

Für Vatikansprecher Federico Lombardi ist es zu früh, um Aussagen über die genauen Absichten des Papstes zu machen; es habe sich um eine spontane Äußerung gehandelt. Möglicherweise gehe es schlicht darum, die Rolle von weiblichen Diakonen in der frühen Kirche historisch zu untersuchen, so Lombardi.

Katharina Ganz, Oberin der Oberzeller Franziskanerinnen in Würzburg, zeigte sich gegenüber „Radio Vatikan“ allerdings überzeugt, dass der Papst mehr anstrebt. „Er sucht pastorale Antworten auf die Nöte und die Notwendigkeiten der Kirche in der Welt von heute. Er ist ein Mann des Zweiten Vatikanums und es würde aus meiner Sicht keinen Sinn machen, nur rückwärts zu schauen.“
kap

Seit seinem Amtsantritt hat sich Franziskus wiederholt für eine stärkere Rolle der Frau in der katholischen Kirche ausgesprochen – im Bild syrisch-orthodoxe Diakoninnen. Foto: kathbild.at/Franz Josef Rupprecht