Esst weniger Fleisch

Nachhaltige Ernährung

Wien. Die Kirche sollte nicht nur in Fragen der Umwelt- und Sozialethik eine Vorreiterrolle einnehmen, sondern auch bei der damit zusammenhängenden Tierethik. Das hat der Brixner Moraltheologe Prof. Martin Lintner bei einem Symposion zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September unterstrichen. Er sprach sich dafür aus, dass kirchliche Bildungshäuser, Klöster, Pfarrhöfe und Pfarrgemeinden ihre Lebensmittel nur von „ökologisch und tierethisch qualifizierten Bauernhöfen und nach Möglichkeit aus der Region“ beziehen sollten. So könnten kirchliche Häuser ein „starkes und überfälliges Signal“ setzen. „Das sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Mülltrennung“, so der Theologe. Zudem sei eine „merkliche Reduzierung des Fleischkonsums unumgänglich“. Der „verantwortungsbewusste Konsum tierischer Produkte“ sei durch viele kleine Schritte umsetzbar, so Lintner. Beispielsweise könnten vegetarische Gerichte als Standard eingeführt werden, Fleischgerichte hingegen als „Sonderwunsch“ markiert werden, „um einen Bewusstseinswandel zu fördern“.