Europa neu evangelisieren

In Budapest: Internationaler Eucharistischen Weltkongress 

Budapest. Vor der Budapester Stephansbasilika zählt ab sofort ein Countdown die verbleibenden Tage bis zur Eröffnung des Internationalen Eucharistischen Weltkongresses (IEC/NEK) der katholischen Kirche im kommenden Jahr. 

Das internationale kirchliche Großereignis findet vom 13. bis 20. September 2020 in der ungarischen Hauptstadt statt. Genau ein Jahr vor dem Weltkongress haben die Organisatoren auch die Teilnehmer-Anmeldung über die Website www.iec2020.hu gestartet.

Der Budapester Erzbischof Kardinal Peter Erdö, Nuntius Michael August Blume, NEK-Generalsekretär Weihbischof Gabor Mohos und Weihbischof György Snell enthüllten am vergangenen Wochenende vor der Stephansbasilika mehrere Infostelen mit einem Display samt Countdown zur Eröffnungsmesse im Ferenc-Puskas-Stadion am 13. September 2020. Für die Feier zogen auch junge Leute mit den Fahnen der 70 Teilnehmerländer vor das Kirchenportal, wie das katholische Portal „Magyar Kurir“ (Montag) berichtete.

Budapest wird 2020 zum zweiten Mal nach 1938 Gastgeber des alle vier Jahre stattfindenden Eucharistischen Weltkongresses sein. Die Veranstaltung soll das Verständnis und die Verehrung des Sakraments der heiligen Eucharistie in der Orts- und Weltkirche fördern und vertiefen. Neben großen Gottesdiensten in der Budapester Innenstadt wird das „Hungexpo“-Messegelände zentraler Schauplatz des Programms mit Katechesen, Ausstellungen und Konzerten sein. Geplant ist auch ein Jugendabend in der Papp-Laszlo-Sportarena und ein Familientag auf der Margareteninsel.

„Alle Völker sind Brüder“

„Kongress“ bedeute dem lateinischen Wortsinn nach „Zusammenkunft“ – und genau das sei auch der Eucharistische Weltkongress, sagte Kardinal Erdö zum Start der letzten zwölf Vorbereitungsmonate auf das Großereignis. Zahlreiche Menschen würden sich zusammenfinden, „um ihren Glauben, ihre Freude und ihre Liebe kundzutun“. Inspiriert vom biblischen Psalm 87,7 steht der Kongress unter dem Motto „All meine Quellen entspringen in dir“, erinnerte der Budapester Erzbischof. Die Zeile stehe am Ende eines Psalms, der darauf hinweise, „dass alle Völker Brüder sind“.

„Ungarn hat eine Rolle und den Auftrag, Europa neu zu evangelisieren“, sagte Nuntius Blume laut „Magyar Kurir“ in seiner Kurzansprache. Der US-amerikanische Vatikandiplomat regte zum Nachdenken über den Zweck des Eucharistischen Kongresses an. „Wir sollen von der innigen Beziehung der christlichen Nächstenliebe und der Eucharistie Zeugnis ablegen“, betonte der Erzbischof.

In der Erzdiözese Salzburg ist Weihbischof Hansjörg Hofer der Beauftragte für den Eucharistischen Weltkongress. Er hofft auf großes Interesse und plant eine Reise zu dem Weltereignis im Jahr 2020.

Foto: Budapest ist im kommenden Jahr Treffpunkt von Christen aus aller Herren Länder, denen die „vielseitige und reichhaltige theologische Wirklichkeit der Eucharistie“ – Kardinal Peter Erdö – ein Anliegen ist.

Foto: RB/kathpress