Sich wie Maria auf Gottes Wort einlassen

Das Hochfest Maria Himmelfahrt

Salzburg. Mit Gott wird alles gut ausgehen – diese frohe Botschaft sei mit dem Hochfest Maria Himmelfahrt verbunden, sagte Erzbischof Franz Lackner bei der Eröffnung des feierlichen Gottesdienstes im Salzburger Dom. Doch Maria werde vielleicht manches Mal verkannt. „Leider ist es oft so, dass die Größe von Menschen erst später erkannt wird“, so Lackner. Wolfgang Amadeus Mozart wurde als einfacher Musiker ohne Namen und Kreuz begraben, er bekam kein Ehrengrab. „Niemand weiß, wo er beerdigt ist. Wer würde das heute noch so machen?“, fragte der Erzbischof.


Und so sei es auch im Glauben. „Maria war eine Magd, keine Herrin, sie hatte aber eine große Berufung.“ Es gibt viele Feste, Litaneien und Gebete über die Muttergottes – fast alle ihrer überlieferten Worte wurden zu Gebetsworten. „Darin liegt aber auch die Gefahr, allzu schnell in Superlative zu verfallen und das Verborgene zu übersehen.“ In der Zeit des öffentlichen Wirkens Jesu kommt Maria nur einmal zu Wort – bei der Hochzeit zu Kana. „Doch ein Satz ist oft über Maria zu lesen: ,Sie bewahrte alles im Herzen und dachte nach.‘ So wie bei der Geburt Jesu. Die Hirten erzählten aufgeregt, was sie erlebt hatten, da heißt es über Maria: ,Sie bewahrte alle Worte im Herzen und erwog sie.‘ Maria hat das Wort Gottes gehört und sich darauf eingelassen. Sie hat sich eingelassen auf Gott, und damit Gott in der Welt groß werden lassen. Dazu sind auch wir berufen“, predigte der Erzbischof. Das Fest Maria Himmelfahrt sei die Konsequenz dieser Glaubenshaltung. „Himmelfahrt bedeutet Anteil haben an der Auferstehung Christi und zwar schon hier und jetzt. Das ist auch unsere Hoffnung, die uns nicht schweigen lässt.“ julia.wadl@rupertusblatt.at