Filmreife Arbeit mit dem Tod

Das Raphael-Hospiz feierte sein 5-jähriges Bestehen mit der Weltpremiere des Kinodokumentarfilms „Die Arbeit mit dem Tod“ von Jungregisseur Lorenz Wetscher im Salzburger Das Kino.

 

 

Salzburg. Im März 2002 wurde das Raphael-Hospiz Salzburg (vormals Helga-Treichl-Hospiz) im Haus des Roten Kreuzes in Salzburg offiziell eröffnet. Mit 1. Jänner 2014 übernahm der Konvent der Barmherzigen Brüder Salzburg das Hospiz. Im Raphael-Hospiz werden Menschen betreut, die an einer weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden und nicht mehr kurativ behandelt werden können. Ziel der umfassenden Betreuung ist es, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu erhalten und zu erhöhen, deren Familien zu stärken und zu begleiten und in Krisen Hilfestellung zu geben. Das Raphael-Hospiz bietet für Menschen, die aktuell zu Hause nicht oder nicht mehr versorgt werden können und unbefristet betreut werden müssen, entsprechende stationäre Versorgung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse eingeht. 

Es gibt Anlass zur Freude: Das Raphael-Hospiz unter der Leitung des Konvents der Barmherzigen Brüder feierte heuer sein 5-Jahr-Jubiläum. Und zwar mit einer Filmweltpremiere der besonderen Art: Der Kino-Dokumentarfilm „Die Arbeit mit dem Tod“ von Jungregisseur Lorenz Wetscher zeigt sehr behutsam und mit viel Feingefühl Menschen in ihrer letzten Lebensphase im stationären Hospiz. Die Zuschauerinnen und  Zuschauer erhielten einen tiefen und hautnahen Einblick in das Leben im stationären Hospiz und begleiteten den Pfleger Robert mehrere Tage durch seine Nachtschichten und den Hospizalltag. Das Studententeam der FH Salzburg drehte seine 25-minütige Dokumentation letztes Jahr im Raphael-Hospiz Salzburg und setzte sich mit der Frage auseinander, ob die Begegnung mit dem Tod unser Verhältnis zum Sterben ändert. 

Bei der Podiumsdiskussion erzählte Doraja Eberle, ehemalige Schirmherrin des Vereins der Freunde des Raphael-Hospizes, über den wertschätzenden Umgang mit den Patienten und deren Angehörigen sowie über die fachliche und menschliche Qualiät des Pflegeteams im Hospiz. Landeshauptmann-Stv. Christian Stöckl sicherte zu, die Palliativversorgung im Bundesland Salzburg weiter auszubauen und Arno Buchacher, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder, dankte in seiner Rede dem Österreichischen Roten Kreuz, welches das Fundament einer stationären Hospizversorgung in Salzburg legte.

Foto: Das Haus war voll bei der Weltpremiere des Kinodokumentarfilms „Die Arbeit mit dem Tod“ von Jungregisseur Lorenz Wetscher, der sehr behutsam wie feinfühlig Menschen in ihrer letzten Lebensphase im stationären Hospiz zeigt.

Foto: RB/Wetscher