Freiwillige Armut schärft den Blick

Orden. Frei gewählte Armut macht sensibler für die Not anderer Menschen.

 

 

Wien. Armut und deren Ursachen bekämpfen, dabei aber selbst in freiwillig gewählter Armut leben: Dieses Prinzip wird in katholischen Orden auf verschiedene Weise ge-lebt, wie die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, Sr. Beatrix Mayrhofer, zum ersten kirchlichen „Welttags der Armen“ darlegte. Das Gelübde der „Armut um des Himmelreiches willen“ werde in den einzelnen Or-densgemeinschaften sehr konkret gehandhabt und solle menschliches Elend nicht verklären, sondern vielmehr lindern und vorbeugen – und damit auch politisch wirksam sein, sagte die Provinzoberin der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“. Die frei gewählte Armut sei für Angehörige des geweihten Lebens zuallererst eine Hilfe, Gott näher zu kommen. Bewusster Verzicht befreie und schaffe eine Grundvoraussetzung für spirituelles Leben und Gottesbegegnung.   kap