Früherkennung rettet Leben

Lepra ist kein Todesurteil mehr: Die Krankheit ist in Afrika verbreitet und es gibt jährlich Neuerkrankungen, dennoch ist die Medizin auf einem guten Weg. Allerdings ist das Geld oft knapp und die Behandlungen sind teuer.

 

 

Afrika. Der Kampf gegen Lepra ist ein schwieriger, da die Inkubationszeit – also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit – zehn Jahre beträgt. Im westafrikanischen Staat Benin erkranken jährlich immer noch hunderte Menschen. Weltweit sind es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 200.000 pro Jahr. Die ersten Anzeichen sind dunkle Flecken am Körper, die dann in Taubheitsgefühl der Finger und Beine übergehen. Vor mehr als 40 Jahren übernahmen die Kamillianer das Lepradorf. Von Anfang an war es das Ziel des Initiators Chris-
tian Stenou und seiner Mitarbeiter, die Leprakranken wieder in die Gesellschaft, in ihr Heimatdorf und in ihre Familie einzugliedern.

Im Lepradorf bekommen Betroffene Hilfe in der Klinik von Davougon, die daran angeschlossen ist. Der Orden der Kamillianer kümmert sich um die Menschen. „Wir helfen einigen, ein Stück Land anzubauen, um ein kleines Geschäft zu entwickeln.“ Die Hansen-Krankheit, wie sie auch genannt wird, ist kein Todesurteil mehr, wenn man sie rechtzeitig erkennt. „Medikamente sind wirksam und können die Mycrobakterien rasch abtöten.“ 

Medikamente sind teuer 

Die Heilung eines Leprakranken kostet im Durchschnitt 150 Euro, die Behandlung, die Pflege oder ein Rollstuhl, meist über 300 Euro. Mit einer Spende können Medikamente gekauft werden. Informationen unter der Telefonnummer: 01/804 61 41-36 oder Telefax: 01 / 804 61 41-30 oder unter der Mail-
adresse: missionswerk@kamillianer.at.

 

Bildunterschrift: Vor  über 40 Jahren übernahmen die Kamillianer das Lepradorf in Davougon. Das Ziel: Leprakranke wieder in die Gesellschaft einzugliedern. In der Ambulanz von Davougon ist die Behandlung kostenlos. Fotos:  Gesundheitsdienst der Kamillianer

 

 

 

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