Frühzahlerbonus mehr genützt

Bilanz. In seiner Sitzung genehmigte der Diözesankirchenrat die Bilanz der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 2017, die bei einer Bilanzsumme von 52,5 Millionen Euro ein positives Ergebnis von 12.000 Euro aufweist. Die Kirchenbeiträge machen mit knapp 46,4 Millionen Euro 88 Prozent der Gesamteinnahmen aus und sind im Vergleich zu 2016 um zwei Prozent wieder leicht angestiegen. 

Salzburg. Bei der Präsentation seiner letzten Bilanz sagte Finanzkammerdirektor Josef Lidicky, dass im Vorjahr fast 150.000 Kirchenbeitragszahler den Frühzahlerbonus in Anspruch genommen hätten. „88 Prozent der Katholiken leisten in der Erzdiözese Salzburg rechtzeitig ihren Kirchenbeitrag. Das zeugt von einer hohen Identifikation der Gläubigen mit ihrer Kirche“, so Lidicky.

Die Bezahlung der Priester und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die pastoralen und sozialen Aufgaben, die Verantwortung für viele Bildungs- und pädagogische Einrichtungen und die Erhaltung von rund 700 zumeist denkmalgeschützten Kirchen und Profangebäuden sind die größten Budgetposten. Die Personalkosten für 650 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon sind 150 aktive Priester) beliefen sich im vergangenen Jahr auf ca. 60 Prozent des Budgets.

Mit rund 6,8 Millionen Euro konnte die Erzdiözese zahlreiche kirchliche Bauten in den 210 Pfarren mitfinanzieren. In dem Betrag ist die Renovierung etlicher Kirchen enthalten, unter anderem St. Ulrich am Pillersee (Fassadensanierung), Hinterthiersee (Sanierung des Glockenturms), Zell am Ziller (Außen- und Innenrenovierung), Salzburg-Gneis (Innenrenovierung), Tweng (Fassadensanierung), Fusch (Fassadenrenovierung Kirchenschiff) und Hintersee (Fassadensanierung).

Auch an Pfarrhöfen und Pfarrheimen waren viele Baumaßnahmen erforderlich, zum Beispiel die Innenrenovierung und Dacherneuerung in Brandberg, der Pfarrsaal-Zubau in Hallwang, die Sanierung des Pfarrsaals in Leopoldskron-Moos, die Fassadenrenovierung in St. Johann in Tirol, und die Sanierung der Fassade in Salzburg-St. Vitalis. Begonnen wurde auch mit dem Neubau der Caritas-Zentrale in Salzburg-Süd. „Ich danke der Finanzkammer und dem Diözesankirchenrat, aber auch allen angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Sorge um die Kirche“, sagte Erzbischof Franz Lackner. eds

Bildtext: Die Pfarrkirche von Niederau in Tirol ist unter den Kirchen, die renoviert wurden. Foto: Erzdiözese Salzburg