Fürsprecherin für die Schwächsten

Trauer. Wie viele Menschen in Österreich trauert auch Caritas-Präsident Michael Landau um die verstorbene Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger. 

Wien. „Der Tod von Christine Nöstlinger tut mir sehr Leid. Mit ihr verlieren wir eine starke Fürsprecherin für die Schwächsten in der Gesellschaft“, betonte Caritas-Präsident Michael Landau. In den vergangenen Jahren, auch noch, als sie schon schwer krank war, habe sie die Caritas im Bereich Pflege unterstützt. „Kinder und die ganz Alten sind die Machtlosesten“ sei ihr Credo gewesen. Nöstlinger sei im Hauptberuf Autorin und aus Berufung immer für soziale Gerechtigkeit im Einsatz gewesen. Sie habe es verstanden, ihre Leserinnen und Leser für mehr Menschlichkeit zu sensibilisieren, Junge gleichwohl wie Erwachsene. „Ehrlich und kritisch war sie immer im Umgang mit jenen, die Macht besitzen. Dabei war sie immer auf der Seite der Schwachen. Ihre Stimme und ihre Geschichten werden fehlen.“

Die vielfach ausgezeichnete Wiener Kinderbuchautorin („Maikäfer flieg“) ist am 28. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben. Sie verbrachte ihr ganzes Leben in Wien, wo sie am 13. Oktober 1936 geboren wurde. Die Autorin und Grafikerin wurde für ihr jahrzehntelanges Schaffen unter anderem mit dem Astrid-Lindgren-Preis, dem „Nobelpreis für Kinderliteratur“, ausgezeichnet.  

kap