Funkelnde Dorfkrippe

Zusammensein. Das können die Bewohner von Bad Vigaun seit 8. Dezember bis Maria Lichtmess bei der neu errichteten Dorfkrippe vor dem Pfarrheim.

Bad Vigaun. Lofer hat eine, Kuchl hat eine und Großarl auch. Und jetzt freut sich auch Bad Vigaun über seine eigene Dorfkrippe. Seit 8. Dezember steht sie vor dem Pfarramt und lädt Groß und Klein zum Zusammenkommen ein. 42 Figuren und 100 Tiere entstanden in etwa 1.300 Stunden Arbeitszeit.

 

Unter den Tieren sind auch Frösche zu finden, „die Kinder sollen schließlich auch etwas zum Schauen haben“, freut sich Günther Hopfgartner vom Krippenbauverein Bad Vigaun, der in diesem Jahr das 10-jährige Bestehen feierte. Der ideale Zeitpunkt also um es anderen Gemeinden gleichzutun und selbst eine Krippe zu bauen. Die Materialkosten der Dorfkrippe mit Details aus dem schönen Bad Vigaun übernahm der Krippenbauverein zur Gänze. „Wir sind knapp unter einem
fünfstelligen Betrag geblieben“, sagt Hopfgartner. 

 

Wiedererkennungswert

 

„Beim Planen unserer Dorfkrippe ging es stark darum, den örtlichen Bezug herzustellen“, erzählt Hopfgartner. Die Taugl, Lebensader und Heimat für Tiere und Pflanzen, hat dabei einen Platz im weihnachtlichen Kunstwerk gefunden. „Die Römerbrücke und der Schlenken dürfen natürlich auch nicht fehlen“, verrät der Krippenbaumeister. Das zwei Meter lange und einen Meter Tiefe Landschaftselement bietet Platz für Wichtiges. „Es soll sich etwa eine Vielzahl  unserer dörflichen Vereine erkennen können“, sagt er. Und wer ganz genau hinsieht entdeckt hinter der Glaswand Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber. Damit nicht genug, der Krippenstall, wo das Jesukindlein liegt, ist mit den Schindeln des ehemaligen Kriegerdenkmals verziert worden, „dieses wurde neu renoviert und der Krippenbauverein hat die alten Schindeln zum Bauen bekommen“, weiß Hopfgartner.  tru

 

Bildtext: 1.300 Stunden, so lange bauten etwa 16 Mitglieder des Krippenbauvereins an der Dorfkrippe Bad Vigaun. Der jüngste Helfer war 19 Jahre alt. Wert wurde vor allem auf die örtlichen Wurzeln gelegt. Foto: G. Hopfgartner