Gegen die Armut der Familien

Beengter Wohnraum, eine kalte Heizung im Winter, Geld, das nicht bis zum Ende des Monats reicht – 1,5 Millionen Menschen in Öster-reich sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Eine Studie über Familienarmut der Caritas Salzburg zeigt nun, dass auch in Salzburg bereits jede siebte Familie von Armut betroffen ist.

Salzburg. Die Caritas hilft: In der Sozialberatung werden Menschen in Notlagen unterstützt. In den Lerncafés bekommen Kinder einen Platz zum Lernen und Hilfe bei den Hausaufgaben. Im neueröffneten Haus Franziskus finden 70 Obdachlose einen Platz zum Schlafen und Langzeitarbeitssuchende einen Arbeitsplatz. Spenden zur Unterstützung von Menschen in Not im Inland werden dringend benötigt. „70.000 Kinder und Jugendliche sind in Österreich auf Mindestsicherung angewiesen. Wer von Anfang an mit der harten Realität materieller Not konfrontiert ist, startet einen Meter hinter der Startlinie ins Leben. Materielle Not hat folgenreiche Auswirkungen: Kinder aus benachteiligten Familien haben oftmals Probleme in der Schule, kämpfen öfter mit gesundheitlichen Problemen“, so Caritas-Direktor Johannes Dines. Auch in Salzburg sind 80.000 Personen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. 33.500 Personen in Haushalten mit Kindern verfügen über ein Einkommen unter der Armutsgrenze, sind nicht oder nur geringfügig erwerbstätig bzw. können sich Güter des täglichen Lebens nicht leisten.


Die von der Caritas Salzburg durchgeführte Studie „Armut von Familien in Salzburg“ liefert neueste Erkenntnisse über die soziale und ökonomische Entwicklung und Armutsproblematik von Familien im Salzburger Land. „Das Wesentliche an diesem Bericht ist nicht, dass man draufkommt, dass Familienarmut existiert, sondern dass er die Vielfältigkeit und Komplexität des Themas widerspiegelt, und dass er mit aktuellen Zahlen unterfüttert, die die täglichen Erfahrungen der Sozialberatungsstellen bestätigen“, so Robert Buggler, Verfasser der Studie. Laut Studie sind zwei Familientypen besonders von Armut betroffen: Mehrpersonen-Haushalte und AlleinerzieherInnen. Ihr Lebensstandard ist im Vergleich zur Gesamtpopulation deutlich geringer. In der neuen Caritas-Kampagne Wir>Ich (Wir ist größer als ich) bezieht die Caritas deutlich Stellung, wofür sie steht: für einen starken Zusammenhalt als Gegengewicht zu Angst, sozialer Kälte und Vertrauensverlust.

 

Bildtext: Die Caritas hilft armutsgefährdeten Familien – mit der Sozialberatung, Lerncafés oder im neuen Haus Franziskus für Obdachlose. Foto: wildbild/ Caritas Salzburg

 

Die Caritas Salzburg bittet um Spenden für Familien in Notsituationen in der Erzdiözese Salzburg unter dem Caritas-Spendenkonto:
Raiffeisenverband Salzburg
IBAN: AT11 3500 0000 0004 1533
BIC: RVSAAT2S
Verwendungszweck: Inlandshilfe

Online-Spenden: www.caritas.at/spenden