Gesegnete Ostern!

Geburt, Tod und Auferstehung, die entscheidenden Ereignisse in der Transformation vom Göttlichen zum irdischen Sein und wieder zum Göttlichen, zeigt  dieses Auferstehungsbild, das  der künstlerische Landesdirektor des Musikum Salzburg, Mag. art. Michael Alexander Seywald, für die Werktagskapelle in der Pfarrkirche Salzburg-St.Paul geschaffen hat.

Das Bild „Auferstehung“ zeigt drei Figuren, beschreibt Seywald. Eine dunkle Figur ist eingebettet in versteinerte und dennoch lebendige Strukturen. Sie symbolisiert den Tod und das Grab von Jesus Christus. Sie stehen auch für die schöpferische Energie, die sich zu Materie verdichtet hat, scheinbar unveränderlich und fest. Eine beharrend trügerische Sicherheit und Unbeweglichkeit umgibt diese Schattenfigur, die Vergänglichkeit des Leibes. Sie symbolisiert auch die dunkle Seite des Menschen, die in seiner Entwicklung erkannt, angenommen und verändert werden kann.  

Die helle Christusfigur und der Schatten – beide sind einander zugewandt – scheinbar in wissender Verbindung zueinander, als wollte Jesus den Weg weisen und auffordern: „Lass deine Schattenseite, lass das Erstarrte, das unbeweglich Beharrende, das Hemmende, löse dich von deinen Schatten, geh mir nach, komm in das Licht.“

Der strahlende Christus, der Auferstandene, ist ohne Hände dargestellt. Die Hände stehen für das Irdische, das Tun und für das Schaffen. Dieser Jesus hat das Tun abgelegt und ist im Begriff, voll im göttlichen Sein aufzugehen. Die dritte Figur im Hintergrund drückt dieses göttliche Sein, den Ursprung, das Unergründliche und das Unbeschreibbare aus und löst sich in das umgebende Licht auf. Sie ist im Hintergrund, nicht deutlich erkennbar, ihre Dimension und ihre Bedeutung lassen sich nur erahnen, sie lässt uns glauben, so Seywald. Foto: Pfarre St. Paul/Hausberger