Gott ist für alle da

Europa. Am  „Miteinander für Europa“-Kongress in München betonten Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: Gebet und Handeln gehören zusammen.

 

 

München. Ein radikales Bekenntnis zu Christus bedeute auch radikalen Einsatz für die Schwachen, sagte Bedford-Strohm vor 5.000 Teilnehmern der Abschlusskundgebung. Dabei verwies er auf das Engagement beider Kirchen in der Flüchtlingsarbeit. Marx stimmte zu und erinnerte daran, dass Gott nicht exklusiv, sondern für alle da sei. Deshalb gelte es, gemeinsam Christus zu bezeugen. Die beiden Bischöfe betonten die starke Verbindung ihrer Kirchen. „Wir sprechen nicht von einem evangelischen, katholischen oder orthodoxen Christus. Es ist der eine Herr, von dem wir reden“, sagte Bedford-Strohm. Er nannte das Reformationsgedenken 2017. Im Geiste von Martin Luther solle es ein Christusfest mit den Katholiken werden. Marx machte deutlich: „Diese Christen bekommen wir nicht mehr auseinander. Die gehören zusammen.“

Zum „Miteinander für Europa“-Kongress in München trafen sich tausende katholische, evangelische, anglikanische und orthodoxe Christen sowie Mitglieder von Freikirchen aus 32 Ländern. Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hatten Videobotschaften geschickt, in denen sie die Christen aufriefen, für ein vereintes Europa einzutreten.      

kap