Großes Echo auf Papstpredigt

Papst Franziskus hat am Wochenende in Roms Vorstädten gepredigt.  Er äußerte sich über wenig lebendige Pfarren, die an „Herzschwäche“ leiden. 

Rom. In Tor Vergata feierte der Papst mit Kardinälen – darunter Christoph Schönborn –, Bischöfen und 150.000 Gläubigen aus 134 Ländern das Jubiläum „50 Jahre Gemeinschaft Neokatechumenaler Weg in Rom“. Gemeinsam mit Weltcaritas-Präsident Kardinal Luis Antonio Tagle (Manila) weihte er etwa ein neues Caritaszentrum ein. Dies geschah in Prenestino Labicano mit einem Pfarrgottesdienst.

In seiner Ansprache in Prenestino hob Franziskus die Bedeutung von „Zeugnisgeben, mitmenschlicher Nähe und Worte-Taten-Kohärenz“ als Kennzeichen für eine lebendige Pfarre hervor. Es gebe allerdings auch „Pfarren mit Herzschwäche“, so der Papst. Diese Pfarren strahlten „Kälte“ aus. Es werde dort zwar „schön von Liebe geredet und gepredigt“, aber sie werde von Klerus und Gemeinde nicht gelebt. Der Pfarrer von Prenestino Labicano, Don Maurizio Mirilli, hatte Franziskus im September eingeladen, um das eben fertig gestellte Caritashaus zu segnen. Nach einer Begegnung mit Jugendlichen weihte der Papst das Haus für Menschen mit Behinderung ein. Hier leben sieben Menschen, „adoptiert durch die Pfarre und die Nachbarschaft“, wie Don Mirilli Vatican News berichtete. Es sei eine „ganzheitliche Gastfreundschaft“. 

Evangelisierung heute Priorität 

„Evangelisierung ist heute die Priorität der Kirche. Mission besteht darin, den Herrn zu verkünden, der das Wohl aller will und der niemals die Menschheit ablehnt, weil sie ihn ermüdet. Er ist bei mir, bei dir, bei uns und bei der ganzen Welt. Mission bedeutet zu geben, was wir erhalten“, sagte der Papst. In Tor Vergata am Stadtrand von Rom sagte Franziskus am Tag vorher, er danke den in 134 Ländern – darunter Irak, Libanon und Israel – tätigen „Neokatechumenalen“ für das „Leben im Evangelium“ und die von ihnen geleistete Evangelisierung. Dies habe dazu beigetragen, „dass so viele Menschen und Familien Gott und die Kirche finden“, vor allem auch, „dass sie die zärtliche Liebe des Vaters entdecken“.   kap

Bildunterschrift: Papst Franziskus begrüßt einen Jungen bei dem Besuch der Pfarrei Santissimo Sacramento a Tor de‘ Schiavi  in Rom. Foto: KNA

 

 

Papst Franziskus begrüßt einen Jungen bei dem Besuch der Pfarrei Santissimo Sacramento a Tor de' Schiavi am 6. Mai 2018 in Rom.