Gut gerüstet fürs Leben

Erster Matura-Jahrgang an der International School Kufstein (ISK)

Kufstein. „We work for a better and more peaceful world.“ Dieses Motto, der Einsatz für eine bessere und friedliche Welt, hat sich die International School Kufstein Tirol (ISK) auf ihre Fahnen geschrieben. 2015 öffnete die Katholische Privatschule ihre Tore. Jetzt gehen die ersten Absolventinnen und Absolventen in die Welt hinaus. Sie sind gut gerüstet, denn sie haben nicht nur die österreichische Matura, sondern einen internationalen Abschluss in der Tasche.

Direktor Herbert Madl erlebt  gerade schöne Tage. Er freut sich über ein erfolgreiches Schuljahr und vor allem über die ersten 14 Absolventinnen und Absolventen „seiner“ Schule. Sie verlassen das Oberstufenrealgymnasium mit einem Doppelabschluss: mit der Matura und dem weltweit anerkannten „International Baccalaureate (IB) Diploma“. „Es gab super Leistungen bei den Prüfungen“, streut der Pädagoge seinen jetzt ehemaligen Schülerinnen und Schülern Rosen.  Für ihren weiteren Weg seien alle gut gewappnet. 

„Manche studieren ab Herbst im Ausland, andere steigen direkt in die Wirtschaft ein. Einige gehen in die kreative Richtung wie ein Maturant, der schon in der Schulzeit sein Talent als Fotograf bewiesen hat.“ Die Weichen dafür legte eine umfassende Bildung: Das Fördern von individuellen Talenten und Begabungen an der multikulturellen und multilingualen Schule bilde dabei das Zentrum, so Madl, der auch betont: „Unser Haus des Lernens steht auf dem Fundament eines christlich-humanistischen Weltbildes.“ Der Unterricht findet in Englisch statt, weitere Fremdsprachen sind Spanisch oder Französisch. „So stehen nach dem Abschluss alle Möglichkeiten für eine nationale oder internationale Karriere offen“, ist der Direktor überzeugt. In dieselbe Kerbe schlug schon Erzbischof Franz Lackner bei der feierlichen Eröffnung der Schule im Jahr 2015, der damals erklärte: „Europa ist reich an Sprachen. Die Chance war noch nie so groß wie heute, im Ausland studieren zu können und dies wollen wir als katholische Kirche unterstützen.“

Leitungswechsel an der ISK Kufstein 

Kommenden Herbst drücken 115 junge Menschen im Alter von vierzehn bis neunzehn Jahren die Schulbank an der ISK. „Sie sollen lernen, weltoffen, kommunikationsfreudig, sozial, forschend und reflektiert zu handeln“, formuliert Madl das ambitionierte Bildungsziel. Als Schwerpunkte verweist er auf die Bereiche Sprachen, moderne Wissenschaften und Wirtschaft, Kreativität und Informationstechnologie. „Im kreativen Sektor haben wir zwei besondere Fächer: Visual Arts und Theatre. Während des Schuljahres gestalten die jungen Leute immer wieder Ausstellungen oder es heißt: Vorhang auf für das Kufstein English Theatre.“ 

Die Herkunft der Schülerinen und Schüler ist vor allem eines: vielfältig. Es ist eine bunte Mischung aus jungen Leuten aus Tirol und „Zugezogenen“. Wobei zweiteres durchaus großzügig auszulegen ist. „Ein Mädchen kommt aus Shanghai und in einem anderen Fall ist die Familie aus Rio de Janeiro zugezogen“, berichtet Herbert Madl. 

Wichtig ist dem Schulleiter, dass die ISK grundsätzlich jeder und jedem offen steht. Dafür sorge zum Beispiel das Sozialstipendiensystem. Persönlich beginnt für den engagierten Pädagogen übrigens eine neue Lebensphase. Er geht nach einer intensiven Aufbauzeit als ISK-Direktor in Pension. Sein „Kind“ weiß er aber in guten Händen. Claudia Atzl übernimmt mit September die Leitung der Katholischen Privatschule.

Foto1: Der erste Maturajahrgang an der International School Kufstein Tirol. / Foto: RB/Sulzer

Foto2: Erzbischof Franz Lackner und Anton Lettner (l.),  Leiter des Amtes für Schule und Bildung in der Erzdiözese, mit dem bisherigen ISK-Direktor, Herbert Madl, und Claudia Atzl, die im Herbst übernimmt. / Foto2: RB/eds

Foto3: Die Katholische Privatschule ist eingebunden in den modernen Campus der Fachhochschule Kufstein Tirol. Kooperationspartner der ISK Kufstein ist die Erzdiözese Salzburg. / Foto: RB/ISK