Harmonie – Spannung – Widerstand: Frieden

Um die Spannungsfelder und die große Vielfalt der Friedensarbeit ging es bei der internationalen Friedenstagung vom 15. bis 17. Oktober in St. Virgil Salzburg.

 

 

Salzburg. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg“, stellte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Eröffnung fest und deutete damit an, worum es sich bei der Friedenstagung drehte: Die Arbeit an einer Friedenskultur ist weder einfach, noch einspurig und zahlreichen Spannungsfeldern ausgesetzt. Dies wurde auch beim Eröffnungsvortrag von Isolde Charim deutlich: Gelebte Friedenskultur muss eine gelebte Konfliktkultur sein. Sie ist kein Zustand, sondern Prozess. Nicht die Harmonie verbinde in erster Linie die Menschen, sondern der Konflikt. Welche Impulse und Initiativen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sind notwendig, um einen langfristigen sozialen und politischen Frieden zu ermöglichen? Diese Frage stand im Mittelpunkt. 

„Das Jubiläum 200 Jahre Stille Nacht ist für Salzburg Anlass und Verpflichtung, Botschafter der Friedensidee zu sein“, betonte Landeshauptmann Haslauer. Mit der Friedenstagung wollte man die Chance nützen, das Thema Frieden in diesem Jahr auch auf politischer und praktischer Ebene zu betrachten. Was bedeutet Friedensarbeit heute? Dabei wurde ein Blick auf die aktuellen Spannungsfelder unserer Gesellschaft, zu denen etwa zunehmende Pluralität, soziale und ökonomische Ungleichheit oder Umweltzerstörung zählen, geworfen. Und es wurden unterschiedliche Konzepte und Zugänge einer Friedenskultur gegenübergestellt. Klar wurde dabei vor allem, dass Frieden kein Nischenthema ist, das nur eine kleine Gruppe angeht. Vielmehr muss eine Kultur des Friedens das Ziel aller Bemühungen sein.  

Bild 1: Die Taube gilt in unserer Kultur als Symbol des Friedens; und das, obwohl Tauben im Vergleich etwa zu Falken untereinander sehr aggressive und angriffslustige Tiere sind.

Bild 2: Gunter Graf, St. Virgil Tagungsleitung, Paul Estrela, GF Stille Nacht GmbH, Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen, Hans Peter Grass, Friedensbüro Salzburg, LH Wilfried Haslauer (v. l.).

Bild 3: Isolde Charim, Philosophin und Kolumnistin, eröffnete die Friedenstagung.

Bild 1: pixabay

Bild 2: Maria Schwarzmann

Bild 3: Isolde Charim