Hellhörig sein

Alle fünf Jahre findet die Internationale Konferenz des Ökumenischen Weltgebetstags der Frauen statt.  Heuer war es wieder so weit: In Foz do Iguacu, im Süden von Brasilien, trafen sich 188 Vertreterinnen der Weltgebetstagsbewegung aus 81 Ländern. Weltweit werden Weltgebetstags-Gottesdiens-te in 95 Sprachen gefeiert.

Salzburg/Foz do Iguacu. Aus allen sieben Regionen – Afrika, Asien, Europa, Naher Osten, Nordamerika/Karibik, Pazifik und Südamerika – kamen Delegierte nach Südamerika. Breit gefächert war das Alter: Die Teilnehmerinnen waren zwischen 18 und 80 Jahre alt. Aus Österreich nahmen die Vorsitzende Brigitte Zinnburg aus Salzburg und Brigitte Hany aus Kärnten teil.

 

Die Konferenz unter dem Motto: „Seeking wisdom to care for god‘s creation“ – Nach Weisheit suchen, um für Gottes Schöpfung zu sorgen – nahm das Thema des WGT 2018 aus Surinam auf. Die Frauen beschäftigten sich mit den Bibelstellen und feierten den Gottesdienst mit den Frauen aus Surinam, die ihre Geschichte erzählten. „Ein ganz besonderes Erlebnis“, so Zinnburg. „Weltgebetstag ist mehr als nur ein Gottesdienst im Jahr, er weitet den Blick für die Welt, macht hellhörig für die Situation von Frauen in anderen Ländern.“ 

 

Die Frauen auf der Konferenz beteiligten sich auch an der Aktion „Thursday in black“. Sie alle waren schwarz gekleidet, um gegen sexualisierte  Gewalt an Frauen zu protestieren. Die nächste Konferenz findet 2022 in England, Wales und Nordirland unter dem Motto „I know the plans I have to you“ (Jer. 29,11) – Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe – statt.

 

Bildtext: Das neu gewählte Internationale Weltgebetstagskomitee, v. l.: Henriette B. (Afrika), Joyce S. (Afrika), Senka P. (Europa), Maral H. (Naher Osten), Nora C. (Naher Osten), Vino S. (Asien), Susana R. (Lateinamerika), Rebeca C. (Lateinamerika), Emmanuelle B. (Europa), Laurence G. (Vorsitzende), Henrica M. (Pazifik), Vicki M. (Pazifik), Moumita B. (Asien), Lauren W. (Karibik, Nordamerika), Ruth P. (Karibik, Nordamerika). Foto: WDPIC