Hoffnung für Kirche und Welt

Familien sollen „Freude der Liebe Gottes“ in Welt ausstrahlen. Das betonte Papst Franziskus beim katholischen Welttreffen der Familien im irischen Dublin.

Dublin. Papst Franziskus würdigte Familien als unverzichtbar für Kirche und Gesellschaft. Sie seien „die Hoffnung der Kirche und der Welt“, sagte er bei einer der Großveranstaltungem zum katholischen Welttreffen der Familien im irischen Dublin. Im Croke Stadium ermutigte er Eltern nachdrücklich, ihre Kinder so bald wie möglich taufen zu lassen. Die Kirche sei „die Familie der Kinder Gottes“; man müsse jeden „zum Fest einladen“. 

Franziskus rief die Familien dazu auf, die „Freude der Liebe Gottes“ in die Welt auszustrahlen. Diese „Berufung zur Liebe und Heiligkeit“ gelte für alle und sei überall gegenwärtig, wo Menschen sich Zuneigung, Vergebung und Barmherzigkeit schenkten. Jesus wohne in den Familien „in Einfachheit und Armut, wie er es im Haus der Heiligen Familie zu Nazareth getan hat“. Schlichte Gesten der Vergebung seien das Fundament, auf dem ein christliches Familienleben aufbaue. Deshalb sollten Familien die Wörter „Entschuldigung“, „Bitte“ und „Danke“ kennen. Der Papst gab den Rat, sich jeden Abend zu versöhnen. „Es gibt keine perfekte Familie“, sagte er. Aber ohne die Gewohnheit der Vergebung werde eine Familie krank und breche allmählich zusammen. 

Soziale Medien klug benützen

Soziale Medien bewertete Franziskus nicht von vornherein als prob-
lematisch für Familien. Mit „Maß und Klugheit“ benutzt, könne die neue Technologie helfen, „ein Netz von Freundschaften, Solidarität und gegenseitiger Unterstützung aufzubauen“. Allerdings dürften virtuelle Kontakte nie auf Kosten von „Beziehungen aus Fleisch und Blut“ gehen. Besonders mahnte er, den Schatz der Erfahrung der älteren Generation zu nutzen. Eine Gesellschaft, die die Großeltern nicht wertschätze, sei „eine Gesellschaft ohne Zukunft“.

Familien aus aller Welt 

Im Croke Park Stadium von Dub-lin kamen rund 80.000 Menschen zu der Begegnung mit dem Papst zusammen. Begleitet war das Treffen von farbenprächtigen Choreographien, Musik und Lebenszeugnissen von Familien aus aller Welt. Das neunte katholische Weltfamilientreffen tagte insgesamt sechs Tage mit 37.000 Dauerteilnehmern aus 116 Ländern. Franziskus reiste zum Abschlusswochenende nach Irland.

Foto (WMOF): An den Vorträgen, Diskussionen und Workshops beteiligen sich neben Bischöfen und Kardinälen zahlreiche Familien, jung Leute sowie Fachexpertinnen und -experten.