Im Chor singen und wachsen

170 Schüler und Schülerinnen des Erzbischöflichen Privatgymnasiums Borromäum und der privaten Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP)  waren vor kurzem in Italien. „So eine Chorreise  ist nicht nur musikalisch, sondern auch fürs Erwachsenwerden und die Gemeinschaft unglaublich wichtig“, erklärt Guttmann das pädagogische Konzept, das dahintersteckt.

Salzburg. Ein eingespieltes Team ermöglicht den jungen Leuten jedes Jahr diese einzigartige (Lebens-)Erfahrung. Neben Moritz Guttmann sind Gerrit Stadlbauer und Hannah Klinger beim Planen und Organisieren im Einsatz, beide für den Borromäum-Knabenchor verantwortlich, sowie Maria Weikinger, Lehrerin an der NMS Salzburg-Herrnau und Chorleiterin an der BAfEP. Wichtig ist den Verantwortlichen neben dem Gemeinschaftserlebnis der Freiraum, den die Kinder und Jugendlichen erhalten. Sie haben in den verschiedenen Städten stets Zeit, auf eigene Faust ein Stück der Umgebung zu entdecken. Und sie schaffen es, das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. „Wenngleich es immer wieder aufs Neue eine Herausforderung für uns Begleitpersonen ist“, sagt Guttmann schmunzelnd.

Eine Chorreise steht und fällt mit der Auswahl der Literatur. „Heuer entschieden wir uns für Mozarts Requiem“, erklärt Guttmann. Zum letzten Mal stand das Werk 2011 auf dem Programm. „Einige Burschen, die damals schon dabei waren, sagten: ,Wir möchten das Requiem unbedingt noch einmal singen, weil es für uns in der musikalischen Entwicklung, in der Schule, in unserem Leben so wichtig war.‘ Da weiß man, es ist im Herzen angekommen. So ein Chor ist Beheimatung, auch in der Schule.“

Musikgenuss auf höchster Stufe 

Für Begeisterung sorgte das Requiem nicht nur in Vicenza und Venedig. Kürzlich kamen die Angehörigen der Chormitglieder sowie Musikinteressierte in Salzburg in den Genuss von Mozarts Werk. 

„…quia pius es“ verklingen die letzten Silben im Großen Saal des Mozarteums. Dann gibt es Standing  Ovations für die jungen Sängerinnen und Sänger sowie alle Mitwirkenden. Der Applaus endet erst, als die Zugabe „Dies irae“ zu hören ist.                Ulli Grünbart

Fotos (Borromäum, Lovcik/ugr): Venedig in Salzburger Hand: Die Schülerinnen und Schüler von BAfEP und Borromäum waren nicht alleine unterwegs – mit auf Reisen waren etliche AbsolventInnen der beiden Schulen, Mozarteums-Studierende, Streicher des Halleiner Kammerorchesters, ein Bläserensemble und ein Paukist sowie vier Solisten. Betreut wurde diese große Truppe von einem 16-köpfigen LehrerInnenteam rund um Moritz Guttmann.

Verzauberten mit ihren Stimmen – der Chor von Borromäum und BAfEP.