Im Gartenbeet

Die Schneckenplage

In meinem ersten Jahr im Stadtteilgarten Itzling musste ich viele Misserfolge wegen der Schnecken-invasion in Kauf nehmen. Aber bereits im zweiten Jahr grub ich meinen Erinnerungsschatz über Erfahrungen meiner langjährigen Praxis als Hobby-Gärtnerin aus. Ich begann zerkleinerte Eierschalen rund um frisch gesetzte Salatpflanzen oder andere empfindliche Setzlinge zu streuen – was natürlich nur bei schönem Wetter funktioniert, da sie bei Regen durch die Rutschigkeit ihre Barriere-Funktion verlieren. Später testete ich Holzasche, die ich großzügig über die Erde streute, bevor ich die Anpflanzungen vornahm. Diese Methode verhindert nicht nur Schnecken, sondern ist auch für die Erde als bester Naturdünger geeignet, natürlich auch nur bei Schönwetter.

Zuletzt entdeckte ich in einem Katalog Plastik-Schüsseln mit nach unten gebogenem Rand, die ich über Salatpflanzen oder Petersilien-Samen etc. in die Erde drückte, sodass sich die Pflanzen darin prächtig entwickeln konnten. Dieser Schutz kann immer wieder verwendet werden. Schnittlauch gedeiht bestens, wenn man rundherum Kaffee-Sud streut. Dies dient wiederum sowohl als Schutz als auch als Dünger.

Nach Ende der Garten-Arbeit im Herbst lohnt es sich, besonders am Rand der Beete unter dem Gras die Häufchen mit weißen, winzigen Kügelchen zu entfernen, damit diese nicht als Schnecken-Invasion im Frühjahr für großen Ärger sorgen. Das Ammenmärchen von der Verschleppung von Schneckeneiern vom garteneigenen Komposthaufen können wir entkräften: Kompost aufbreiten und einen Tag vor der Verwendung liegen lassen – das Sonnenlicht zerstört dann die UV-empfindlichen Gelege.

Margareta Griesebner schätzt das wohnungsnahe Gemüse, die kulturelle Vielfalt und Teamarbeit im Stadtteilg. Itzling.