Im Gartenbeet

Knoblauch in heimische Gärten!

 

Keine Küche kommt ohne ihn aus – egal ob Gurkensalat, Schweinsbraten oder Gemüsepfanne – erst der Knoblauch gibt vielen Speisen ihr gewisses Etwas.

Dass die Knollen, die unserem Leben so viel Würze verleihen, meist um den halben Erdball gereist sind, ist vielen nicht bewusst. Mehr als 80 Prozent der weltweiten Knoblauchproduktion stammen aus China – weniger als ein Prozent wird in der EU produziert und in Österreich hat man erst vor einigen Jahren begonnen, die für unsere Klimazone eigentlich bestens geeigneten Knollen wieder anzubauen.


Aus der Küche nicht wegzudenken, in Gemüsebeeten kaum zu finden


Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Itzling jedoch war Knoblauch von Beginn an zuhause. Slavka und Milan wussten aus ihrer Heimat am Balkan, dass Knoblauch einfach in ein Gemüsebeet gehört. Knoblauch anzubauen ist keine große Kunst: Im Herbst oder im Frühjahr werden entweder ausgetriebene Zehen oder kleine Brutzwiebel, die sich in den Blütendolden gebildet haben, in lockere und nährstoffreiche Erde gesteckt. Knoblauch wächst sogar in Blumentöpfen oder Balkonkisterln und hilft den benachbarten Pflanzen im Kampf gegen Blattläuse und Schimmelbefall. Sobald oberirdische Blätter und Blüten der Knoblauchpflanze vertrocknet sind, kann man sich ans Ernten machen und die Knolle ausgraben. Warum also aus der Ferne holen? – Das Gute wächst so nah!

 

Bildtext: Ulrike Rausch-Götzinger ist ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende im ABZ – Haus der Möglichkeiten und unterstützt im Stadtteilgarten. Slavka Djurcevic und Milan Jasic gärtnern ihr Leben lang – zuerst am Balkan und jetzt hier.