Indien aus erster Hand erleben

Der Oktober steht im Zeichen der Weltkirche und Weltmission. Der Monat hat auch für Kinder und Jugendliche einiges zu bieten. Dafür sorgen die Päpstlichen Missionswerke (Missio) – mit einer interaktiven Ausstellung und einem Gast aus dem Schwerpunktland Indien.

Faistenau/Wörgl. In der Neuen Mittelschule Faistenau hat die Missio-Aktion und der Blick über den Tellerrand Tradition. „Jede Klasse macht mit und wir beschäftigen uns mit dem jeweiligen Schwerpunktland. Höhepunkt sind Besuche der Projektpartner. Heuer war Sr. Aruna George aus Indien bei uns. Als sie berichtete, dass in Indien die Kinder froh sind lernen zu dürfen und das keine Selbstverständlichkeit ist, war das schon ein Aha-Erlebnis. Bei uns ist die Freude über die Schule ja nicht immer so groß“, erzählt Religionslehrerin Pauline Forsthuber. Sie verweist auch auf die konkrete Unterstützung aus Faistenau. „Wenn die Bezirkslanglaufmeisterschaft stattfindet, wird fleißig fürs Buffet gebacken und dann verkauft. Der Erlös geht an die Missio-Projekte.“

Am nahen Weltmissionssonntag, dem 23. Oktober, gestalten die Schüler den Gottesdienst in der Kirche – musikalisch wie inhaltlich. „Wir sind noch auf der Suche nach einem passenden indischen Lied“, so Pauline Forsthuber, die froh ist, dass an ihrer Schule die Leitung und die Kollegenschaft hinter den Missio-Aktivitäten stehen.

Ausstellung „Missio for Life“

Indien ist weit weg. Doch die Geschichte von Renu gibt dem fremden Land ein Gesicht. Das indische Mächen ist eine der Protagonistinnen der Ausstellung „Missio for Life“, die auch in der Erzdiözese Station machte. Jenny, Julia und Anabel aus der vierten Klasse der NMS Wörgl waren unter den Besucherinnen. Gefallen hat ihnen die interaktive Schau sehr gut. An jeder Station gab es nach einem kurzen Video eine Aufgabe zu lösen. Zum Beispiel muss vor der arrangierten Ehe in Indien die Mitgift verhandelt werden oder die Zutaten für indisches Lamm-Curry in der richtigen Reihenfolge eingescannt werden. Bei allem Spaß, den das machte, einig waren sich die Freundinnen in einem: „Wir sind schon froh, in Österreich zu leben. Als Mädchen ist es in Indien nicht so einfach. Aber wir finden es wichtig zu erfahren, wie es Gleichaltrigen anderswo geht.

Foto (NMS Faistenau): Aufmerksam hörten die Faistenauer Schülerinnen und Schüler Schwester Aruna George zu. Der Missio-Gast erzählte wie die Kinder in Indien aufwachsen und zeigte auch, wie ein Sari richtig gewickelt wird. 

Foto (Missio-Ausstellung): Jenny, Julia und Anabel aus der NMS Wörgl kamen mit ihrer Klasse sowie Religionslehrerin Martina Koidl zur Missio-Ausstellung nach Salzburg.  Hier gab es viel Wissenswertes über Indien zu entdecken.