Integration oder was uns verbindet

Im Gespräch. Da wo beide Seiten aufeinander zu-gehen, kann Integration gelingen. Diese Erfahrung machte die 3A Klasse der Sportmittelschule (SMS) Altenmarkt mit ihrem Projekt „Menschen auf der Flucht“. 

Altenmarkt. Am Anfang war es „nur“ das Land, von dem in der medialen Berichterstattung so oft in Verbindung mit Krieg, Terror und Bombenexplosionen zu hören und zu lesen ist. Doch das änderte sich und Afghanistan war für die Altenmarkter Jugendlichen auf einmal ziemlich nah und die Menschen, die aus Afghanistan nach Österreich geflohen sind nicht mehr fremd. „Zuerst war ich sehr skeptisch, weil ich viel Negatives über Flüchtlinge gehört habe. Mittlerweile finde ich es interessant mehr über die Kultur und das Leben dieser Menschen zu erfahren“, bringt es eine Drittklässlerin auf den Punkt.

Neben der Landeskunde, der Kultur und dem Versuch die Begriffe „Krieg“ und „Frieden“ zu definieren waren auch die Weltreligionen ein Thema. „Im Religionsunterricht haben wir uns intensiv mit dem Islam und dem Christentum auseinander gesetzt. Beim Vergleich erkannten die SchülerInnen, dass etliche Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Besonders beeindruckt hat sie, dass die ,Goldene Regel‘ in beiden Glaubensrichtungen zu finden ist“, berichten die Pädagoginnen Marianne Wohlschlager und Anna Hausbacher. „Das Interesse wuchs, je mehr sich die jungen Leute darauf eingelassen haben. Sie haben nicht nur ihr Wissen erweitert, einige der Informationen stimmten sie traurig, manches überraschte und anderes brachte sie zum Staunen.  Besonders berührend war der direkte Kontakt mit betroffenen jungen Asylbewerbern aus Afghanistan.“

Lebens- und Fluchtgeschichten

Die SMS-Schülerinnen und Schüler besuchten ein Flüchtlingsheim in Radstadt. Hier hörten sie aus erster Hand individuelle Lebens- und Fluchtgeschichten. Umgekehrt waren dann drei junge afghanische Männer in der Sportmittelschule. Hassan, Farid und Hassan beantworteten geduldig alle Fragen und erzählten aus ihrem Alltag und ihren Erfahrungen. „Freiheit und Sicherheit sind das Wichtigste.“ Diese Aussage von Farid hat die Zuhörerinnen und Zuhörer sehr nachdenklich gestimmt wie die beiden Lehrerinnen unterstreichen. „Diese Worte haben uns allen bewusst gemacht, wie schön wir es in unserer Heimat haben und wie froh wir darüber sein dürfen.“

Foto: SMS Altenmarkt