„Jesus kann dich glücklich machen“

Fest der Jugend. Dass es eine gute Entscheidung ist, das verlängerte Pfingstwochenende in Salzburg zu verbringen, darüber sind sich die vielen Jugendlichen, die zum 17. Fest der Jugend der Loretto-Gemeinschaft angereist sind, einig. Gemeinsam trotzten sie vier Tage lang dem schlechten Wetter mit guter Laune und dem Vorsatz, „dem Herrn an diesem Wochenende eine Chance zu geben“, wie es Georg Mayr-Melnhof, Gründer der Gemeinschaft, formulierte.

Salzburg. Mit Lobpreis und einem Musical im in buntes Licht getauchten Dom begrüßten die 300 ehrenamtlichen Mitarbeiter Freitagabend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus mehr als 20 verschiedenen Nationen angereist waren. In über 10.000 Arbeitsstunden war das Fest von 30 verschiedenen Teams vorbereitet worden.
„Dies sind Tage der Gnade. Jesus geht an uns vorüber“, rief Erzbischof Franz Lackner OFM im Rahmen der Eröffnung der versammelten Menge zu. Es brauche daher die Aufmerksamkeit des Herzens, damit man ihn nicht übersehe.

Diesen Auftrag erfüllten die Jugendlichen in den folgenden Tagen eifrig: Noch lange nach dem offiziellen Ende des Abends der Barmherzigkeit am Samstag boten rund 100 Priester das Sakrament der Versöhnung an, während Christus in der Eucharistie angebetet wurde. Viele Jugendliche nahmen lange Wartezeiten vor den Beichtecken in Kauf, um sich mit Gott versöhnen zu lassen.
Der Lohn war nach diesen Stunden der Anbetung umso größer: Die Stimmung war ausgelassener und die Gesichter fröhlicher denn je. „Es war unglaublich, zu sehen, wie sich die Gesichter der Jugendlichen verändert haben, wie plötzlich ein Strahlen in ihren Augen war“, erzählt ein Mitarbeiter, der den Abend von der Empore aus erlebt hat. Man konnte beobachten, wie Gott in den Leben der Teilnehmer wirke.


Lobpreis, Katechese, Ermutigung


„Am glücklichsten werde ich, wenn ich geliebt werde und ich habe keine größere Liebe gefunden als bei Christus“, fasste Bernd Wegscheider, Kaplan in Althofen, seine Erfahrungen mit Gott in der Katechese am Sonntagnachmittag zusammen. „Der springende Punkt ist: Jesus kann dich glücklich machen und er hat es versprochen.“ In der Hinführung auf die darauf folgende Lebensübergabe ermutigte er die jungen Christen, sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufriedenzugeben, sondern nach dem höchsten Gut, Christus selbst, zu streben. Der Strom derer, die nach vorne zur Monstranz strömten, um zeichenhaft ihr Leben in die Hände Gottes zu legen, wollte nicht abreißen, so dass der Altarraum die Menge schon bald nicht mehr fassen konnte. Die erste Katechese am Samstag hatte Bruce Clewett, der Leiter von Jugend mit einer Mission Österreich, am Samstag über die Hingabe für das Reich Gottes gehalten.


„Besser als in die Disco gehen“


Nicht selten äußerten Passanten ihre Verwunderung darüber, dass es hier viel friedlicher zugehe als man es von Großveranstaltungen gewöhnt sei. Trotz tausender Menschen auf engstem Raum war das Fest der Jugend von Harmonie und einem rücksichtsvollen Miteinander geprägt. Doch nicht nur Schaulustige staunten, auch viele derer, die zum ersten Mal als Teilnehmer zum Pfingstkongress angereist waren, konnten ihre Überraschung nicht verbergen. Aussagen wie „Das ist wirklich besser als in die Disco gehen“ und „Ich habe mir nicht gedacht, dass Gott so spannend sein kann“ waren immer wieder zu hören.
„Wir durften ein bisschen in den Himmel hineinschauen“, ist sich Georg Mayr-Melnhof sicher. Am Ende des Matthäusevangeliums stehe der Aufruf in alle Welt zu gehen und zu verkünden. „Diese Tage, in denen wir leben, sind höchst bedeutend. Freunde, geht und verkündet und lebt wie die Heiligen!“ Alexandra Hartlieb

 

Ansturm: Was als kleiner Pfingstkongress begann, entwickelte sich mit den Jahren zu einer Großveranstaltung. Mehr als 7.000 Jugendliche aus 21 Ländern waren heuer in Salzburg – 1.800 davon aus der Erzdiözese. Bis zum 18. Fest der Jugend zu Pfingsten 2017 gibt es unter www.loretto.at eine umfangreiche Bilder-Nachlese zu bestaunen und Zeugnisse von Jugendlichen zu studieren.

Eine lebendige, junge Kirche – darüber freut sich auch Erzbischof Franz Lackner. Foto: Loretto-Gemeinschaft