Kamillianer helfen leben

Lepra lebt noch immer. Rund vier Millionen Menschen weltweit müssen ihren Alltag mit leprabedingten Behinderungen meistern. Der katholische Krankenpflegeorden der Kamillianer hilft. Am 31. Jänner ist Weltlepratag.

Sri Vichian/Wien. Im Lepradorf Sri Vichian in Thailand helfen die Kamillianer seit vielen Jahren. Heute gilt es vor allem Neuinfektionen von Lepra bei den jungen Menschen zu verhindern. Dank moderner Medikamente und der Fürsorge der Kamillianer und ihrer MitarbeiterInnen ist Lepra heilbar. Das Wirken der Kamillianer geht aber weit über die medizinische Versorgung hinaus und gilt auch den Gemeinden in der Umgebung des Lepradorfes. Im Fokus stehen besonders die Kinder. Alle sollen die Möglichkeit haben, in die öffentliche Schule zu gehen. Doch jene Kinder, die keine thailändische Staatsbürgerschaft besitzen, sind vom Unterricht ausgeschlossen. In Sri Vichian gibt es deshalb eine eigene Schule, in der die Mädchen und Buben aus der armen Bergbevölkerung eine Grundausbildung erhalten, ungeachtet ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. So bekommen sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Ein großes Problem ist, dass für die Leprakranken nach der medizinischen Erstver­sorgung im öffentlichen Spital keine Nachsorge sichergestellt ist. Vor allem die alten Menschen sind auf sich allein gestellt. Dazu kommt, dass die Häuser zahlreicher Familien nicht den notwendigen hygienischen Verhältnissen entsprechen. Oft fehlen trinkbares Wasser und Strom, kein Luxus, sondern lebenswichtige Hilfen für kranke Menschen.

Hoffnung für ein Lepradorf

Ziel aller Einsätze der Kamillianer für die Leprakranken und aller Projekte ist es, die Stigmatisierung zu überwinden, ihre Situation zu verbessern, sie wieder in die Gesell­schaft zu integrieren und ihnen die verlorene Würde wieder zu geben.

Deshalb brauchen die Kamillianer Unterstützung: um Stipendien für Kinder zu finanzieren, Medikamente, Prothesen und Rollstühle anzuschaffen und sauberes Trinkwasser und Stromversorgung für die Häuser in Sri Vichian einzurichten. Pater Leonhard Gregotsch MI erklärt: „Am 31. Jänner ist Weltlepratag. Bitte helfen Sie den Kindern und alten Menschen im thailändischen Lepradorf und unterstützen Sie den Einsatz der Kamillianer. Jeder Euro ist ein starkes Zeichen der Solidarität und Hoffnung.“
Dem aktuellen Rupertusblatt liegt ein Kamillianer-Zahlschein bei.

Die Kamillianer besuchen zusammen mit ihren Seminaristen die Familien in den Dörfern und versuchen zu helfen, wo sie können. Foto: MI