„Katholiken“ bleiben konstant

Die Katholikenzahl in Österreich ist weitgehend stabil. 

Salzburg/Tirol. Demnach gibt es mit Stichtag 31. Dezember 2018 in Österreich 5,05 Millionen Katholikinnen und Katholiken. 2017 waren es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz 5,11 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent.

In der Erzdiözese Salzburg haben im Jahr 2018 insgesamt 4.864 Personen die katholische Kirche verlassen, das ist ein Anstieg um 34 Personen im Vergleich zu 2017 (4.830). Hingegen traten im Vorjahr 486 (2017: 506) Personen neu oder wieder in die katholische Kirche ein. Im Vorjahr widerriefen weiters 26 Menschen ihren Austritt. Die Gesamtzahl der Katholikinnen und Katholiken (Taufe, Zuzug, Todesfälle… berücksichtigend) ist in den 210 Pfarrgemeinden der Erzdiözese im Vergleich zu 2017 (468.646) um 3.937 auf 464.709 zurückgegangen. 

Im Salzburger Teil der Erzdiözese gibt es zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 335.447 (2017: 338.418) Katholikinnen und Katholiken, also um 2.971 weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der Austritte stieg von 3.506 (2017) um 144 auf 3.650 an, die Zahl der Eintritte verringerte sich von 385 (2017) auf 347.   

In den 63 Pfarren des Tiroler Teils leben insgesamt 129.121 (2017: 130.126) Katholikinnen und Katholiken, also im Vergleich um 1.005 weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der Austritte sank von 1.324 (2017) auf 1.214, die Zahl der Eintritte erhöhte sich von 121 (2017) auf 139.

Österreichweite Zahlen   

Österreichweit ist die Zahl der Kirchenaustritte 2018 gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent gestiegen. Insgesamt traten 58.378 Personen im Jahr 2018 aus der katholischen Kirche aus. 2017 waren es laut Statistik 53.698. In einigen Diözesen gab es nur leichte Anstiege bei den Kirchenaustrittszahlen, bei anderen waren die Anstiege deutlicher ausgeprägt. In einer einzigen Diözese – St. Pölten – gingen die Austrittszahlen 2018 gegenüber dem Jahr davor zurück.

Wieder oder neu aufgenommen wurden 5.133 Personen. 552 Personen machten zudem 2018 von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärten, nach Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen.

Weitere Informationen unter www.katholisch.at/statistik

Foto: Nahe bei den Menschen sein, und ihre Sorgen und Nöte wahrnehmen; darin sehen die Erzdiözese Salzburg und Erzbischof Franz Lackner die besten Maßnahmen gegen Kirchenaustritte.

Foto: RB/Lochschmidt