Lebensmut – Tag für Tag aufs Neue

Sein erstes Weihnachtsfest verbrachte der kleine George als Notfall im Caritas Baby Hospital (CBH) im Westjordanland. 

Seit vielen Jahren wird er dort betreut. Das Spital übernimmt zum großen Teil seine Behandlungskosten. Ohne diese Unterstützung wäre George schon längst gestorben.

Die Diagnose lautete: Morbus Hirschsprung. Innerhalb von zwei Jahren wurden ihm der gesamte Dickdarm und Teile des Dünndarms entfernt. „Dass George lebt, grenzt an ein Wunder“, sagt Dr. Hiyam Marzouqa, Chefärztin des CBH. Mindestens zweimal im Monat bekommt er im CBH für mehrere Stunden eine lebensrettende Infusion. In all den Jahren hat George dort Freunde gefunden – nicht etwa Gleichaltrige, sondern beim Personal. Die Aufgaben der Sozialarbeiterinnen reichen von Einzelberatung bis zur Betreuung von Selbsthilfegruppen. „Die ersten Monate nach der Diagnosestellung sind für Eltern besonders schwierig“, erklärt Hiba Sa’ady, Georges Lieblingssozialarbeiterin. Der Sozialdienst des CBH führte 2017 mehr als 7.000 Beratungsgespräche. Finanziert und betrieben wird das Hospital von der Kinderhilfe Bethlehem. Foto: RB/Schade