Lebenswege

Pure Life.  „Es gibt keinen idealeren Ort für meine Werke als die Kollegienkirche. Denn die weißen Wände stehen in einem farblichen Kontrast zu meinen Bildern. Das erzeugt Spannung“, freut sich der Grazer Künstler Oskar Stocker. In der Kollegienkirche hängen sechs seiner Bilder. Aus mehr als hundert Skizzen sind diese „Wasser-Porträts“ entstanden – zwei mal zwei Meter groß, auf Basis von Pigment und Gummiarabikum. „Pure Life“ zeigt Menschen auf der Flucht; der Name der Ausstellung kommt nicht von ungefähr. Das Wasser mit dem der Künstler seine Werke schuf, stammt aus Nigeria und ist dort unter dem Namen „Pure Life“ zu kaufen. „Ich thematisiere mit meiner Ausstellung unsere Lebensgrundlagen. Menschen sollen sich fragen, warum die Männer auf den Bildern nach Europa flüchten“, erklärt Stocker. Wo Wasser als Lebensgrundlage fehlt, bleibt oft nur die Flucht. Wichtig ist Stocker, dass es sich um keine „Dokumentation“ handle. Und er auch keinen „anklagen“ wolle. Das Um und Auf sei die Selbstreflexion, die im Betrachter aufkommen soll. Bis 6. April ist die Ausstellung in der Kollegienkirche zu sehen. Foto: Stocker