Leihomas und -opas sind gefragt

Unterstützung. Der Oma-/Opa-Dienst des Katholischen Familienverbandes wird sehr gut angenommen. Aktuell werden gerade wieder junggebliebene Männer und Frauen dafür gesucht. 

Salzburg. 120 Leihomas und zwei Leihopas wurden mittlerweile in mehr als 20 Jahren in Salzburg und dem Tiroler Unterland vermittelt. Rosemarie Forster „handverliest“ die Familien und Leihgroßeltern. „Meistens wollen Mütter nach der Karenz wieder in ihren Beruf einsteigen und suchen dann eine verlässliche Person, der sie vertrauen können. Sie soll fallweise auf das Kind oder die Kinder schauen, sie betreuen und eventuell etwas mit ihnen unternehmen“, berichtet Forster. „Oder die Mütter brauchen einmal Zeit für sich selbst, für Arztbesuche, Behördenwege, dringende Besorgungen, Zeit für den Partner, für gemeinsame Unternehmungen wie einen Kinobesuch. Dann melden sich die Frauen bei uns.“

Die Leihomas oder -opas und die Familien müssen dabei auch gut harmonieren. „Schon bei den ersten Gesprächen kristallisieren sich Wünsche, Anforderungen und Vorlieben von beiden Seiten heraus.“ Der Oma-/Opa-Dienst ist eine familiennahe Form der Kinderbetreuung. Die Betreuungszeiten sind laut vorheriger Vereinbarung unterschiedlich. „Die Oma oder der Opa stehen nicht auf Abruf bereit und sind keine Haushaltshilfe“, erklärt Forster.  „Ziel ist es aber, die Leihgroßeltern auf Dauer und nicht nur für eine einmalige Beaufsichtigung zu vermitteln.“

Die junggebliebenen Frauen und Männer sind besonders kinderliebend, meist haben sie noch keine eigenen Enkel oder sie wohnen zu weit weg. „Weil sie in Pension sind, haben sie oft mehr Geduld und Ausdauer. Außerdem ist es für jeden ein schönes Gefühl, noch gebraucht zu werden“, sagt Forster.  jup

 

Bildtext: „Vor vier Jahren wollte ich mir eine neue, sinnvolle Aufgabe suchen: Es sollte etwas sein, wo man nicht nur gibt, sondern auch selber profitiert! Weil meine eigenen Enkerl sehr weit weg wohnen, habe ich mich entschieden, Kinder zu betreuen und diese Aufgabe erfüllt mich sehr“, sagt Leihoma Monika Müller.

 

Sie möchten Leihoma/Leihopa werden? Dann melden Sie sich beim Katholischen Familienverband: Die Koordinatorin Rosemarie Forster ist donnerstags, von 8.30 bis 11.30 Uhr, erreichbar: Tel. 0662/ 8047-1240, info-sbg@familie.at.