Lesen bereichert uns

Kleine Änderungen bewirken manchmal Großes. Die Aufgabe der ersten Aktionszeit des Katholischen Familienverbandes klingt einfach: 15 Minuten täglich für sich, um den Alltag und das Leben zu bereichern. Büchern gelingt das, ist Daniela Baehr, Leiterin der Pfarrbibliothek in der Pfarre Salzburg-Herrnau, sicher.

Salzburg-Herrnau. „Im digitalen Zeitalter eignet sich der Griff zum gedruckten Buch bestens zur Entschleunigung“, meint sie. Es lasse sich erfreulicherweise vom E-Book nicht so leicht verdrängen, wie viele Büchereikunden immer wieder bestätigen. Der passionierte Leser will das Buch angreifen, darin blättern, sich ungestört und konzentriert in die Lektüre vertiefen, um so dem alltäglichen Multitasking für eine Weile zu entkommen. Erfreulicher Nebeneffekt: Studien belegen, dass auf Papier Gelesenes länger im Gedächtnis verankert bleibt. Wieso also nicht in der Fastenzeit Lesen als haptische Hirnnahrung besonders zelebrieren?

 

Jeder liest auf seine Art und Weise: Der eine lieber Zeitungen oder Zeitschriften, viele Jugendliche über ein paar Jahre hinweg nur Comic-Romane. Eltern von Kleinkindern realisieren oft erst beim Anblick von ansprechendem Lesestoff in der Bücherei, dass sie kaum mehr Zeit finden, zu lesen. „Die, die sich dann bewusst entscheiden, ein Buch mitzunehmen, bringen es hocherfreut zurück und greifen wie selbstverständlich zum nächsten.“ Bibliotheken sind mehr als nur Orte, wo man Bücher ausleiht. Es sind Orte der Begegnung, des Austauschs untereinander, Leseoasen und Rückzugsplätze für Groß und Klein, z. B. für Väter, die am Sonntag das Vorlesen in der Bücherei beinahe als Ritual ansehen. Aber auch Veranstaltungsorte, die sich um Leseförderung und ein Kulturprogramm bemühen. Auch Kunden, die sich angesichts der Menge an Lesestoff eine Beratung wünschen, sind in Bibliotheken bestens aufgehoben. 

 

Buchempfehlungen der Expertin

 

Ein paar Geheimtipps abseits der Bestseller hat Daniela Baehr auch parat: Als Bilderbuch (ab 4 J.) das von den Brüdern Fan zauberhaft illustrierte Märchen „Der Nachtgärtner“, der die Bewohner einer kleinen Stadt für immer zu verändern vermochte. Für Erwachsene der von der afrikanischen Autorin Y. Omotoso lebhaft und unaufdringlich erzählte Roman „Die Frau nebenan“, der vom Schlagabtausch zweier zänkischer, älterer Damen im Villenviertel von Kapstadt erzählt oder der Krimi über das langersehnte neue Lemming-Abenteuer, „Die Rückkehr des Lemming“, von S. Supletzky. 

 

„Als Sachbuch für die Fastenzeit bietet unsere Bücherei heuer erstmals den Fastenbegleiter ,Du unser Leben. Meditationen für die Fasten- und Osterzeit‘ vom Kapuzinerpater A. Rotzetter an, während der von G. Brandstätter und M. Mühlfellner mit viel Liebe zum Detail realisierte Foto-Geschichten-Band ,Hochbetagt‘ allen ans Herz gelegt sei, die sich auf 15 höchst unterschiedliche und berührende Porträts hochbetagter Frauen und Männer einlassen wollen, wie z. B. von Schwester Veronika aus unserem Kloster Herrnau.“ jup

 

Bildtext: Bibliotheks-Leiterin Daniela Baehr wuchs „fernsehlos“ auf. „Da habe ich seit frühen Kindertagen eine enge Bindung zu Büchern entwickelt, besonders auch weil beide Eltern als Lesevorbilder dien-ten. Lesen war und ist für mich immer noch ,Abenteuer im Kopf‘, macht mich neugierig auf mehr und darf ruhig herausfordernd sein“, meint sie. 

 

Hintergrund

Neue Erfahrungen

Das Projekt „Gutes Leben“ des Katholischen Familienverbandes läuft auch 2018 weiter, es wurden sechs Themenbereiche samt Aktionzeiträumen vorbereitet. Mit dem Projekt möchte der Familienverband erreichen, dass Familien zu Hause über wichtige Themen ins Gespräch kommen, sich auf neue Erfahrungen einlassen und hin und wieder etwas ausprobieren. Die Themenpalette ist weit gestreut, der Familienverband liefert dazu die entsprechenden Impulse und Unterlagen. Heuer geht es um 


 ∗ kleine Verhaltensänderungen mit großer Wirkung 

∗ vegetarisch oder/und bescheiden essen 

∗ Wunschprogramm mit Papa 

∗ Klimaschutz im Alltag 

∗ Kinder stärken und 

∗ Reduktion von Ansprüchen.  


Kleine Änderung – große Wirkung: Aktionszeitraum vom 14. Februar bis 31. März. Das Bild zeigt eine schmiedeeiserne Spirale,  die auf einem alten Holztor angebracht ist, und weist auf das Ziel hin: Wenn wir den Fokus neu auf etwas richten, oder ihn auf etwas Neues richten, öffnen sich auch neue Türen und Wege.  


Aufgabe: Nehmen Sie sich täglich 15 Minuten Zeit. 

Der Familienverband stellt per Mail sechs einfache Angebote vor, die helfen, dem Tagesablauf etwas Besonderes zu verleihen: Vielleicht greifen Sie wieder einmal zu einem Buch.

 

Anmelden und Sie erhalten 

∗ Impulse zur Fastenzeit – zeitlose Versuchungen

∗ weitere Impulse zur Fastenzeit – Warum die hohe Symbolkraft der Zahl 40 in der Bibel auch heute noch von Bedeutung ist

∗ sechs einfache Angebote, um Ihren Tages-ablauf und damit Ihr Leben zu bereichern

∗ Links mit weiteren Informationen und Impulsen zur Fastenzeit 


Anmeldung per Mail mit Namen und Betreff „Gutes Leben“ an info-sbg@familie.at