Libanon kann Last nicht mehr tragen

Maroniten: Die Rückkehr der Vertriebenen muss von der politischen Lösung des Konflikts in Syrien getrennt werden.

Beirut/Wien. Der Libanon „kann die Last der syrischen Flüchtlinge nicht länger tragen“, deshalb sei es dringend notwendig, „die politische Lösung des Konflikts in Syrien von der notwendigen Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimat zu trennen“: Das haben die maronitischen Bischöfe nach ihrem jüngsten Treffen unter Vorsitz von Kardinal Bechara Boutros Rai am Sitz des Patriarchats in Bkerke erklärt. Nach Ansicht der Bischöfe muss der Rückführungsprozess syrischer Flüchtlinge so bald wie möglich beginnen. Die Last der Flüchtlinge gefährde die Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen aller Libanesen, auch wenn die humanitäre Unterstützung für die Vertriebenen aus Syrien eine selbstverständliche Verpflichtung sei, betonten die Bischöfe laut der Stiftung „Pro Oriente“.

 

Bildtext: Rund 1,3 Millionen syrische und 20.000 irakische Flüchtlinge leben derzeit schätzungsweise im Libanon. Besonders schwer haben es die Kinder. Foto: Peter Lechner/HBF

 

 

 

 

Offizieller Besuch des Herrn Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen in der libanesischen Republik vom 10 12 bis 13 12 2018. Besuch des Flüchtlingslager: Flüchtlingslager Haouch El Nabi